Pressemitteilungen

Kategorie: EU und Internationales

Logistikverband BGL geht in Brüssel und Berlin gegen willkürliche Verschärfung des Sektoralen Fahrverbots in Tirol vor

EU-Kommission als Hüterin der Verträge und der vier europäischen Grundfreiheiten gefordert Nachdem das Bundesland Tirol am 08.07.2019 eine verschärfte Verordnung zum Lkw-Fahrverbot für den Transport bestimmter Güter (Sektorales Fahrverbot) erlassen hat, wovon u.a. entgegen einer Vereinbarung mit der EU-Kommission von 2016 sogar Lkw der saubersten Schadstoffklasse Euro VI betroffen sind, hat sich der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. in Schreiben an EU-Kommissionspräsident Juncker, an EU-Verkehrskommissarin Bulc und an EU-Binnenmarktkommissarin Bienkowska gewandt. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer wurde um nachdrückliche Unterstützung gebeten. Die Ende 2016 erlassene Sektorale Fahrverbotsverordnung sieht bislang eine unbefristete Befreiung für alle Euro VI-Fahrzeuge vor. Nach der Verschärfung ab dem 01.01.2020, die überdies eine Ausweitung der vom Fahrverbot betroffenen Güterarten von 8 auf 13 vorsieht, wird der Brennerpass und damit eine der

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Tirol verkündet willkürliche Verschärfung des Sektoralen Fahrverbots auf der Inntalautobahn ab 1. Januar 2020

BGL bittet EU-Kommission und Bundesregierung um Unterstützung Frankfurt am Main, 09.07.2019: Wie vor zwei Wochen angekündigt, hat das Bundesland Tirol – trotz vorhergegangener intensiver Gespräche mit Brüssel – eine verschärfte Verordnung zum Lkw-Fahrverbot für den Transport bestimmter Güter erlassen. Ab 1. Januar 2020 soll neben den bisher vom Fahrverbot auf der Inntalautobahn betroffenen 8 Gütergruppen (u.a. Abfälle und keramische Fliesen) auch der Transport von 5 weiteren Gütergruppen (u.a. Papier, flüssige Mineralölerzeugnisse und Getreide) verboten werden. Ausgenommen werden sollen zwar weiterhin Euro VI-Fahrzeuge (dies ist die derzeit strengste Schadstoffklasse), allerdings nur noch unter der Voraussetzung, dass diese Fahrzeuge „nach dem 31. August 2018 erstmalig zugelassen“ wurden. Die Ende 2016 erlassene Sektorale Fahrverbotsverordnung sieht bislang eine Befreiung für alle Euro VI-Fahrzeuge vor. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und

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Drei Verbände des Straßengüterverkehrs verstärken Kooperation

BGL, FNTR und NLA gründen in Brüssel eine Bürogemeinschaft ab 1. August 2019 Heute kündigen die drei führenden Verbände des Straßengüterverkehrs aus Skandinavien (NLA mit den nationalen Verbänden aus Dänemark, Schweden und Norwegen), aus Deutschland (BGL) und Frankreich (FNTR) die Unterschrift unter einen Mietvertrag für ein gemeinsames Büro in Brüssel an. Der Einzug in die Bürogemeinschaft ist für den 1. August geplant. „In einem besonders wichtigen Moment für den Straßengüterverkehr ist die verstärkte Zusammenarbeit zwischen unseren Verbänden ein eindeutiger Mehrwert. In dieser Bürogemeinschaft manifestiert sich die jahrelange hervorragende partnerschaftliche Arbeit“, so BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt. „Unser Ziel ist es, die drei Mobilitätspakete voranzubringen, damit unsere Branche im Übergang zu einer nachhaltigeren und digitalen Transportwelt in einem sozial ausgeglichenen Umfeld wettbewerbsfähig bleibt, “ sagt Erik

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BGL startet Feldversuch zur Einführung digitaler Frachtdokumente

Im Rahmen des sogenannten Living Lab 12 (Digitalisierung der Frachtdokumente) beteiligt sich der BGL an einem AEOLIX-Pilotversuch zu den Verwendungsmöglichkeiten elektronischer Frachtdokumente im Straßengüterverkehr AEOLIX steht für das 2016 gestartete EU-Programm „Architecture for EurOpean Logistics Information eXchange“. Mit einem Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro soll das dreijährige Projekt die Optimierung der Ladungsströme, Erleichterungen beim Supply Chain Management, die Reduzierung von Verwaltungsaufwand und die bessere Nutzung vorhandener Ressourcen im Verkehr betrachten. Der Pilotversuch Living Lab 12 wurde unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Plattform des Digital Transport and Logistics Forum (DTLF) eingerichtet. In dieser Plattform treiben ERTICO – ITS Europe und eine Reihe seiner Partner den Aufbau einer gemeinsamen Vision und Roadmap für digitalen Transport und Logistik voran. Im Rahmen von AEOLIX wurden insgesamt 12 Pilotversuche (sog.

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BGL begrüßt Annahme der Stellungnahme zum Mobilitätspaket durch das Europäische Parlament…

…für eine sozialere, fairere und sicherere EU der Zukunft Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. begrüßt ausdrücklich die heutige Annahme der Stellungahme zum Mobilitätspaket durch das Europäische Parlament. Besonders positiv bewertet der BGL die vorgesehene Heimkehrpflicht für Lkw-Fahrer zu ihren Familien sowie die Rückkehrpflicht für international eingesetzte Lkw in ihr Zulassungsland nach jeweils spätestens vier Wochen. Einen weiteren Erfolg sieht der BGL in der Aufnahme des von ihm vorgeschlagenen Lenkzeitzuschlags um maximal zwei Stunden für Lkw-Fahrer, die sich auf dem Heimweg ins Wochenende befinden. Dieser Zuschlag ist in der Folgewoche auszugleichen, ermöglicht dem Fahrer aber bei unvorhersehbaren Verzögerungen, das Wochenende bei ihren Familien zu verbringen. BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt: „Jetzt hoffen wir, dass sich die EU-Parlamentarier und die EU-Verkehrsminister zeitnah auf die

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Bummelstreik der französischen Zollbeamten in Calais und Dünkirchen erweist sich als bitterer Vorgeschmack auf einen möglichen harten Brexit

Aufgrund eines Bummelstreiks der französischen Zollbeamten kommt es bei Englandverkehren zu erheblichen Verzögerungen am Ärmelkanal. Bereits seit Montag, den 4. März 2019 führen die französischen Zollbeamten ihren „Dienst nach Vorschrift“ durch. In der Folge werden in den Fährhäfen von Calais und Dünkirchen und am Eurotunnel erheblich weniger Lkw pro Stunde abgefertigt als üblich. Viele in Richtung Großbritannien fahrende Lkw werden bereits an der belgisch-französischen Grenze durch französische Ordnungsbehörden auf Stauräume entlang der französischen Autobahnen A16 und A26 verwiesen. Mehrere tausend Lkw warten dort auf eine Einfahrt in die Fährhäfen bzw. in das Eurotunnelterminal. Dies führt zu Verzögerungen z.B. bei der Verschiffung von bis zu acht Stunden. Da im Anschluss häufig die Entladestellen beim Kunden in Großbritannien nicht mehr geöffnet haben, kommen leicht Verzögerungen von bis

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Alkoholkontrollen bei Lkw-Fahrern auf Rastplätzen in Hessen mit bedenklichen Ergebnissen

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. spricht sich zusammen mit seinem hessischen Landesverband für regelmäßige Alkohol-Kontrollen aus und fordert humanere Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer aus Osteuropa Die in den Medien dargestellten Ergebnisse von situativ durchgeführten sonntäglichen Alkoholkontrollen auf Rastplätzen entlang der Fernverkehrsstrecken machen die Folgen des in der Europäischen Union, in Deutschland und auch in Hessen seit Jahren geduldeten Sozialdumpings sichtbar. Osteuropäische Transportunternehmen übernehmen aufgrund niedrigerer Lohn- und Sozialkosten immer mehr Transporte in Westeuropa. Viele Lkw-Fahrer aus Osteuropa sind wochen- oder auch monatelang in ganz (West-)Europa unterwegs, ohne die Möglichkeit zu haben, nach Hause zu ihren Familien zu kommen. Der Alkoholkonsum an arbeitsfreien Wochenenden dieser Nomaden der Jetztzeit ist auch Ausdruck inhumaner Arbeitsbedingungen. Hinzu kommt: Die Situation in Deutschland und in Hessen ist durch

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Acht europäische Transportverbände fordern eine Abstimmung im Europäischen Parlament zum Mobilitätspaket

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. setzt sich zusammen mit sieben weiteren europäischen Verbänden* in einer „Gemeinsamen Erklärung“ gegenüber den EU-Parlamentariern für eine Abstimmung zu essentiellen Teilen des Mobilitätspakets im Plenum des Europäischen Parlament ein. Zwei Jahre nach Veröffentlichung der Vorschläge durch die EU-Kommission und mit Blick auf die Einigung der EU-Verkehrsminister im Dezember letzten Jahres halten es die Verbände für unabdingbar, dass sich auch das Europäische Parlament zum Mobilitätspaket positioniert. Schließlich haben EP-Ausschüsse und das EP-Plenum in den letzten zwei Jahren alle unterschiedlichen Aspekte zu den Lenk- und Ruhezeiten, zur Entsendung von Fahrern sowie zur Kabotage sehr intensiv debattiert. Die jetzt vorliegenden Texte sind das Ergebnis dieser Debatten und stellen einen ausgewogenen Kompromiss dar. Daher sollte das Europäische Parlament noch in dieser

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BGL warnt vor erneuter Europarechtsverletzung durch neu aufgelegtes „Antitransitpaket“ der Tiroler Landesregierung

Nach Auffassung des BGL verstoßen geplante Änderungen beim Sektoralen Lkw-Fahrverbot gegen EU-Recht. EU-Kommissarinnen Violeta Bulc und Elzbieta Bienkowska haben europarechtliche Prüfung bereits zugesagt. Die Tiroler Landesregierung plant zum 1. Oktober 2019 eine einschneidende Verschärfung des Sektoralen Lkw-Fahrverbots auf der wichtigsten Transitroute durch Österreich im Nord-Süd-Verkehr. Das vor vier Jahren eingeführte und von Brüssel erst nach maßgeblicher Korrektur genehmigte Fahrverbot für angeblich „bahnaffine Güter“ auf der Inntalautobahn soll dramatisch verschärft werden. Die EU-Kommissarinnen für Verkehr, Frau Bulc, sowie für den Binnenmarkt, Frau Bienkowska, hatten dem Arbeitskreis Alpentransit schon in einem gemeinsamen Schreiben Mitte Januar zugesagt, die bereits Ende November bei der Kommission hinterlegten Bedenken bei einer Prüfung des verschärften Sektoralen Fahrverbots auf ihre Vereinbarkeit mit EU-Recht gebührend zu berücksichtigen. Konkret soll der Katalog der „Verbotsgüter“ drastisch

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Alkoholkontrollen bei Lkw-Fahrern: BGL fordert Heimkehrpflicht nach spätestens vier Wochen ins EU-Mobilitätspaket aufzunehmen

Vor allem osteuropäische Lkw-Fahrer trinken laut Polizeiberichten an freien Wochenenden fern der Heimat zu viel Alkohol Angesichts der in den Medien vieldiskutierten Ergebnisse von sonntäglichen Alkoholkontrollen auf Autobahnrastplätzen bei Lkw-Fahrern fordert der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. aus Frankfurt am Main Ursachenbekämpfung. Er unterstützt den Vorschlag der EU-Verkehrsminister, für Lkw-Fahrer eine Heimkehrpflicht nach spätestens vier Wochen Einsatzzeit im EU-Mobilitätspaket festzuschreiben. BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Dirk Engelhardt: „Wir müssen das Problem übermäßigen Alkoholkonsums vorwiegend osteuropäischer Lkw-Fahrer an freien Wochenenden an der Wurzel packen und dürfen uns nicht mit der Symptombehandlung begnügen. Wer regelmäßig zu Hause bei seiner Familie sein kann, hat auch keinen Grund, aufgrund sozialer Isolation zur Flasche zu greifen. Hier gehen faire Arbeitsbedingungen und Verkehrssicherheit Hand in Hand. Deswegen rufen wir die Europaabgeordneten

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Martin Bulheller

Leitung Öffentlichkeitsarbeit

Breitenbachstraße 1
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