SICHERHEIT

Laden und sichern

Die Leistungsfähigkeit des gewerblichen Güterkraftverkehrs in Deutschland ist gekennzeichnet durch eine hohe Qualität in der Transportabwicklung. Auf diese hohe Qualität der Transportabwicklung nimmt eine Reihe unterschiedlicher Faktoren Einfluss. Einer dieser Faktoren ist die Ladungssicherung auf dem Fahrzeug.

Eine ungenügende oder gar fehlerhafte Ladungssicherung ist die Ursache einer Vielzahl vermeidbarer Unfälle. Eine sachgerechte Ladungssicherung stellt einen ganz wichtigen Beitrag zur Förderung der Verkehrssicherheit dar. Ladungssicherungsmaßnahmen müssen aber auch wirtschaftlich vertretbar sein. Überzogene Maßnahmen verursachen unnötige Kosten und provozieren eine ablehnende Haltung. Nicht ausreichende Maßnahmen verursachen Schäden am Gut sowie an möglicherweise unbeteiligten Dritten und zeichnen damit ein negatives Erscheinungsbild für das Güterkraftverkehrsgewerbe.

Praxishandbuch Laden und Sichern

Mit dem Praxishandbuch „Laden und Sichern“ wollen der BGL und die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr) einen Beitrag leisten zu mehr Wissen in dieser Thematik und nachvollziehbaren Anwendungen für die Praxis.

Mit dem Praxishandbuch soll der verladenden Industrie, dem Güterkraftverkehrsgewerbe und auch der polizeilichen Überwachung ein Standardwerk für ihr praktisches Handeln „vor Ort” zur Verfügung gestellt werden. Den mit der Vorbereitung und Durchführung von Ladungssicherungsmaßnahmen befassten Personen wird mit dem Praxishandbuch eine Arbeitsunterlage angeboten, die für die Ausbildung und Schulung ebenso geeignet ist wie für die praktische Anwendung „vor Ort”. Das Praxishandbuch differenziert hierzu in seinem Inhalt und seiner Didaktik zwischen den die Ladungssicherung „vorbereitenden” Personen (Fahrzeughalter, Verlader, Versandleiter, Tourenplaner) und den „ausführenden” Personen (Ladepersonal, Fahrzeugführer). Jedem Personenkreis wird im Praxishandbuch das für ihn notwendige Wissen verständlich aufbereitet und in einer nachvollziehbaren Form zur Verfügung gestellt.

Mit anschaulichen Grafiken und Bildern und auf Grundlage der VDI-Richtlinie 2700 sowie der einschlägigen europäischen Normung zur Ladungssicherung werden die Themen Ladungssicherung und Transportlogistik, Verantwortlichkeit und Haftung, physikalische Grundlagen, Laden und Stauen, Verfahren und Hilfsmittel zur Ladungssicherung, das geeignete Fahrzeug sowie Regeln für die Ladungssicherung behandelt. Daneben sind Übungsaufgaben mit Lösungen zur Selbstkontrolle aufgenommen.

Verladeempfehlungen

Die praktische Umsetzung von Ladungssicherungsmaßnahmen ist in der Praxis oftmals mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Vor allem diejenigen, die vor Ort mit Ladungssicherungsaufgaben betraut sind, benötigen einfache, klare und rechtssichere Handlungsanweisungen.

Das BGL/BG Verkehr-Praxishandbuch „Laden und Sichern“ hat sich seit seiner Einführung im Oktober 1999 als ein fundiertes, über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkanntes Grundwerk zur praktischen Umsetzung von Ladungssicherungsmethoden erwiesen.

Der „Leitfaden für Fahrer“ basiert auf dem BGL/BG Verkehr-Praxishandbuch „Laden und Sichern“ und ist inhaltlich auf die praktischen Belange der Ladungssicherung speziell für Fahrer und Verlader zugeschnitten.

Gegenstand des Fahrer-Leitfadens ist es, die im Rahmen des Praxishandbuchs behandelten Ladungssicherungsmethoden verschiedener Gütergruppen für die Praxis bedarfsgerecht aufzuarbeiten. Zu jeder Gütergruppe wird eine separate Fahreranweisung, bestehend aus einem gütergruppenorientierten Teil mit circa fünf Seiten im DIN-A4-Format, erstellt, dem noch circa sechs Seiten eines allgemeinen Teils mit Hinweisen zur praktischen Ladungssicherung vorangestellt sind. Diese Konzeption erlaubt ein unproblematisches Mitführen des Leitfadens neben den in aller Regel gleichfalls im Format DIN-A4 vorliegenden mitzuführenden Begleitpapieren.

Im allgemeinen Teil wird in kurzer Form erläutert, wer welche Verantwortung bei der Ladungssicherung trägt, welche gängigen Irrtümer bei der Ladungssicherung zu vermeiden sind, welche Regeln unbedingt zu befolgen sind, was unter einem Lastverteilungsplan zu verstehen ist, welche Reibwerte gelten und was bei der Verwendung von Zurrmitteln beachtet werden muss.

Im gütergruppenorientierten Teil werden konkrete Anleitungen zur praktischen Umsetzung von Ladungssicherungsmaßnahmen für bestimmte Ladegüter, wie sie zur jeweiligen Gütergruppe des BGL/BG Verkehr-Praxishandbuchs vorgegeben sind, gegeben.

Mit dem „Leitfaden für Fahrer“ werden somit Fahrer und Verlader vor Ort in die Lage versetzt, die Beladung und Sicherung eines Ladegutes für den Straßengütertransport nach dem jeweiligen Stand der Technik betriebs-, beförderungs- und verkehrssicher vorzunehmen.

Die Rechtssicherheit der Anwendung des „Leitfadens für Fahrer“ ist, wie auch die der anderen Ladungssicherungsmethoden im Praxishandbuch, über die Mitarbeit und inhaltliche Zustimmung durch Vertreter der polizeilichen Kontrollorgane gegeben. Grundlage hinsichtlich des Standes der Technik sind die VDI-Richtlinie 2700 und die einschlägigen europäischen Normen auf dem Gebiet der Ladungssicherung.

BGL und BG Verkehr sehen im „Leitfaden für Fahrer“ einen weiteren wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der (rechtssicheren) Praktikabilität von Ladungssicherungsmethoden für Fahrer und Verlader direkt vor Ort. Vor diesem Hintergrund ist er als hervorragende Ergänzung zum Praxishandbuch „Laden und Sichern“ anzusehen, in dem die jeweiligen Ladungssicherungsmethoden eine detailliertere und tiefergehende Behandlung erfahren.

Die aktuelle Ausgabe hat den Stand Dezember 2023. Sie basiert insbesondere auf den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 Blatt 2 (Berechnung von Sicherungskräften – Grundlagen: Stand Juli 2014) sowie auf den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 Blatt 3.1 (Ablegereife von Zurrmitteln, Stand März 2023).

Der „Leitfaden für Fahrer“ steht zum kostenlosen Download (PDF-Format) zur Verfügung.

Basierend auf Beste-Praxis-Empfehlungen für die Ladungssicherung von Rohholz in Quer- und Längsverladung der Holztransportwirtschaft, Vorgaben der VDI-Richtlinie 2700, durchgeführten Reibwertermittlungen und entsprechenden Fahrversuchen konnte der BGL in Zusammenarbeit mit Verbänden der Holz- und Forstwirtschaft, des Holzhandels und der Versicherungswirtschaft, dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, der Polizei Niedersachsens, dem Bundesamt für Güterverkehr, der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), dem Königsberger Ladungssicherungskreis sowie dem Ministerium für Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW Verladeempfehlungen erstellen, die bundesweit bei allen polizeilichen Kontrollorganen für Kontrollzwecke Anwendung finden sollen. Die vorliegenden Verladeempfehlungen stellen somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Die vorliegenden Verladeempfehlungen thematisieren die Ladungssicherung von Rohholz in Querverladung und von Rohhölzern der Längen bis 6 Meter in Längsverladung auf Straßenfahrzeugen. Die wissenschaftlich-technische Begleitung erfolgte durch die Fachhochschule München und die TÜV NORD Mobilität GmbH, Hannover.

Die Empfehlungen beinhalten neben Vorgaben zur Ladungssicherung auch sicherheitstechnische Anforderungen, die an die eingesetzten Fahrzeuge zu stellen sind. Hinsichtlich der Bereitstellung von Rückhaltevorrichtungen, die einen zusätzlichen Aspekt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beim Holztransport darstellen, sind entsprechende Übergangsfristen in die Verladeempfehlungen aufgenommen.

Wichtig:

1. Die „Beste-Praxis-Empfehlungen“ zur Ladungssicherung von Rohholz, Stand November 2005, werden durch die neu vorliegenden Verladeempfehlungen (Stand: 09. Oktober 2006) ersetzt und sind somit künftig nicht mehr anzuwenden.

2. Da es sich um allgemeine Verladeempfehlungen handelt, besteht natürlich die Möglichkeit, individuell nachweislich mindestens gleichwertige alternative Ladungssicherungsmethoden anzuwenden.

Die Verladeempfehlungen stehen zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:

Verladeempfehlung für Rohholz, quer geladen, zur Ladungssicherung für den Straßentransport (Stand: 09. Oktober 2006)

Verladeempfehlung für Rohholz (bis 6 Meter), längs geladen, zur Ladungssicherung für den Straßentransport (Stand: 09. Oktober 2006)

Definition Schneeholz

Verladung und Sicherung von Rohholz (Nadelholz, Fichte) im Frachtcontainer (40´ Container und 40´ High Cube Container)

Die Verladeempfehlung wurde erstellt zur Anwendung auf Straßenfahrzeugen im Straßenverkehr. Die Verladeempfehlung orientiert sich an der „Besten Praxis“ zum verkehrs-, betriebs- und beförderungssicheren Transport von Rohholz (Nadelholz, Fichte) auf Straßenfahrzeugen und basiert in ihrer technischen Umsetzung auf den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700:2004-11, „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ sowie Fahrversuchen nach DIN EN 12642:2017-03 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen – Aufbauten an Nutzfahrzeugen – Mindestanforderungen“.

Die erhöhte Nachfrage asiatischer Märkte nach Windwurf- und Kalamitätsholz, verursacht durch das Orkantief Friederike im Januar 2018 mit anschließender Hitzeperiode und Borkenkäferbefall von Wald- und Forstbeständen, führte vermehrt zu Straßentransporten von Rohholz in Frachtcontainern als Vorlauf zum Seetransport. Hierbei stellte sich die Frage nach einer – technisch normativ bisher nicht geregelten – Vorgabe zur sachgerechten Ladungssicherung von Rohholzstämmen im Transportbehältnis Frachtcontainer.

Nach dem bewährten Vorbild der interdisziplinären Erarbeitung von entsprechenden Verladeempfehlungen konnten Vorgaben zur betriebs-, beförderungs- und verkehrssicheren Verladung von Frachtcontainern – ausgehend von der bewährten Praxis – auf Grundlage des Standes der Technik nach der Richtlinie VDI 2700 erarbeitet werden. Das Prinzip besteht aus der formschlüssigen und lagenweise wechselseitigen Verladung von dickeren Stammenden und schmaleren Stammspitzen der hier betrachteten ca. 11,8 bis ca. 12 Meter langen Rohholzstämme.

Fahrversuche nach DIN EN 12642 – durchgeführt von TÜV NORD Mobilität GmbH und Dekra – bestätigten die Sicherheit der neuen Verlade- und Ladungssicherungsvorgaben. Diese werden nunmehr von den Kontrollbehörden als Kontrollvorgaben herangezogen. Die vorliegenden Verladeempfehlungen stellen somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Beteiligte:
Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW (Leitung und Koordination des Projektes), Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Polizei Hessen Polizei Niedersachsen, Polizei Nordrhein-Westfalen, Bundesamt für Güterverkehr, Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft, Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Bundesvereinigung des Holztransport-Gewerbes e.V. ,Landesbetrieb HessenForst, Königsberger Ladungssicherungskreis e. V., Riedesel Forst-Service GmbH, GTC German-Timber-Company GmbH, DEKRA Automobil GmbH, TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG, INTAKT Transportberater e. K., EUROSAFE GmbH, GWS-Schlobohm.

Die Verladeempfehlung „Rohholz im Frachtcontainer“ wurde den Innenressorts der anderen Länder sowie dem Bundesamt für Güterverkehr über die Arbeitsgemeinschaft Verkehrspolizeiliche Angelegenheiten zur Verfügung gestellt.

Die Verladeempfehlung steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Verladeempfehlung Rohholz im Frachtcontainer

Basierend auf der „Besten-Praxis“, den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 Blatt 11 „Ladungssicherung von Betonstahl“ (Ausgabe Oktober 2006) und entsprechenden Fahrversuchen konnte der BGL in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stahlbetonbewehrung e.V. (ISB), der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V., dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL), dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), der Polizei Niedersachsen, der Polizei Nordrhein-Westfalen und Herstellern entwickeln, die nunmehr bundesweit bei allen polizeilichen Kontrollorganen für Kontrollzwecke Anwendung finden sollen. Die wissenschaftliche Begleitung dieser Entwicklung erfolgte durch die Gesellschaft für Transport-, Umschlag und Lagerlogistik mbH (TUL LOG), Dresden und die TÜV NORD Mobilität GmbH, Hannover.

Die unter allen Beteiligten und insbesondere unter Mithilfe von Praktikern der Transporteure und Stahlbetonhersteller im Konsens erstellten Verladeempfehlungen wurden erstmals im Rahmen des BGL/VDA-Symposiums „Aus der Praxis für die Praxis“ am 29.09.2008 auf der 62. IAA-Nutzfahrzeug-Messe in Hannover vorgestellt.

Betonstahlmatten zeigen aufgrund ihrer Produktbeschaffenheit besondere Eigenschaften im Fahrbetrieb auf Straßenfahrzeugen, die mit denen von starren, formstabilen Gütern (z. B. Beton) nicht vergleichbar sind. Hieraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Umsetzung einer praktikablen Ladungssicherung. Die Richtlinie VDI 2700 Blatt 11 „Ladungssicherung von Betonstahl“ beschreibt diesen besonderen Sachverhalt, gibt jedoch hinsichtlich praktikabler Umsetzungsmöglichkeiten keine konkreten Anleitungen. In Kapitel 1 „Anwendungsbereich“ dieser Richtlinie ist demzufolge eine Öffnungsklausel formuliert:

„… Die Vielfalt der Betonstahlprodukte und die Zusammenstellung der Transporte mit einzelnen Produkten sowie die Vielzahl der Ladungssicherungsmöglichkeiten und Spezialfahrzeuge können nicht umfassend berücksichtigt werden. Nachweisbar gleichwertige Ladungssicherungen oder solche, die eine bessere Sicherung erreichen, können daher ebenso eingesetzt werden.“

Die nun vorliegenden Verladeempfehlungen erfüllen diese Anforderungen und schließen die Lücke bisherig fehlender „praktikabler“ Umsetzungsmöglichkeiten. Sie stellen somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Die Verladempfehlungen thematisieren sowohl die Verladung als auch die Sicherung von Betonstahlmatten in Form von Lagermatten bzw. überbreiten Listenmatten auf Straßenfahrzeugen. Je nach Beschaffenheit und Ausstattungsgrad der eingesetzten Fahrzeuge werden die drei Varianten

  • „Formschlüssiges Stauen in alle Richtungen mit einem voll ausgestatteten Lkw“
  • „Diagonalzurren über Eck“ sowie
  • „Paketierte Ladungen“

hinsichtlich ihrer Umsetzung in Form einer jeweils konkreten Handlungsanweisung beschrieben. Die praktische und sichere Umsetzung der Vorgaben vor Ort wird durch entsprechende begleitende Abbildungen unterstützt.

Wichtig:

Da es sich um „Empfehlungen“ handelt, besteht natürlich weiterhin die Möglichkeit, individuell nachweislich mindestens gleichwertige alternative Ladungssicherungsmethoden im Sinne der Richtlinie VDI 2700 Blatt 11 anzuwenden.

Die Verladeempfehlungen stehen zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:

„Formschlüssiges Stauen in alle Richtungen mit einem voll ausgestatteten Lkw“ (Stand: Januar 2009)

„Diagonalzurren über Eck“ sowie (Stand: Januar 2009)

„Paketierte Ladungen“ (Stand: Januar 2009)

Ladungssicherung: „Verladeempfehlung zur Ladungssicherung von Stahlblechen ab 5 mm Dicke beim Transport auf Straßenfahrzeugen“

Basierend auf der „Besten-Praxis“, den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Stand 2004-11), der Richtlinie VDI 2700 Blatt 19 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Gewickeltes Band, Bleche und Formstahl, Stand 2011-01) und entsprechenden Fahrversuchen nach DIN EN 12642 (Stand 2007-01) konnte der BGL in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), dem Landesverband TransportLogistik und Entsorgung im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL), dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V., der Wirtschaftsvereinigung Stahl, dem Bundesverband Deutscher Stahlhandel (BDS), dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), der Polizei Niedersachsen, der Polizei Nordrhein-Westfalen sowie Herstellern von Nutzfahrzeugen und Ladungssicherungshilfsmitteln eine Verladeempfehlung erstellen, die nunmehr bundesweit bei allen behördlichen Kontrollorganen für Kontrollzwecke Anwendung finden sollen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Gesellschaft für Transport-, Umschlag und Lagerlogistik mbH (TUL LOG), Dresden und die TÜV NORD Mobilität GmbH, Hannover.

Die unter allen Beteiligten und insbesondere unter Mithilfe von Praktikern der Transporteure und Produzenten von Stahlblechen im Konsens erstellte Verladeempfehlung wurde erstmals in ihren wesentlichen Grundzügen im Rahmen des BGL/VDA-Symposiums „Aus der Praxis für die Praxis“ am 27.09.2010 auf der 63. IAA-Nutzfahrzeug-Messe in Hannover vorgestellt.

Die Besonderheit bei der Ladungssicherung der Gütergruppe „Stahlbleche“ besteht darin, dass das gesamte Ladegut bei voller Nutzlastausladung eine nur sehr geringe Ladehöhe hat. Sich im Ladestapel berührende Bleche erfordern einen zusätzlichen Sicherungsaufwand, um das Verrutschen einzelner Bleche im Ladestapel zu unterbinden. Der seitliche Überstand der Ladung verlangt außerdem nach besonderen Sicherungsverfahren.

Die Verladeempfehlung gilt für nachfolgende Ladegüter:

Bleche mit gleicher Breite und gleicher oder unterschiedlicher Dicke
Bleche mit unterschiedlicher Breite und unterschiedlicher oder gleicher Dicke
Bleche mit einer Dicke ab 5 mm.

Die Verladempfehlung thematisiert sowohl das Laden und Stauen als auch die Sicherung von Stahlblechen auf Straßenfahrzeugen. Als Hilfsmittel zur Ladungssicherung gelangen marktübliche Zurrmittel, rutschhemmende Materialien und Kantenschoner zur Anwendung.

Aus den Ergebnissen der dynamischen Fahrversuche konnte in Abhängigkeit von der Ladungsmasse der Zurrmittelbedarf für das Überspannen der Ladung abgeleitet und in Form einer Tabelle in der Verladeempfehlung hinterlegt werden. Dadurch stehen dem Anwender für die Dimensionierung der Ladungssicherung konkrete Angaben zur Verfügung. Die praktische und sichere Umsetzung der Vorgaben vor Ort wird durch entsprechende begleitende Abbildungen unterstützt. Die vorliegende Verladeempfehlung stellt somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Wichtig:
Da es sich um eine „Empfehlung“ handelt, besteht natürlich weiterhin die Möglichkeit, individuell nachweislich mindestens gleichwertige alternative Ladungssicherungsmethoden im Sinne der Richtlinie VDI 2700 und VDI 2700 Blatt 19 anzuwenden.

Die Verladeempfehlung steht zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:

„Verladeempfehlung zur Ladungssicherung von Stahlblechen ab 5 mm Dicke beim Transport auf Straßenfahrzeugen“ (Stand: 01.08.2011)

Ladungssicherung: „Verladeempfehlung zur Ladungssicherung von Betonstahl gebogen und geschnitten beim Transport auf Straßenfahrzeugen“

Basierend auf der „Besten-Praxis“, den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Stand 2004-11) und entsprechenden Fahrversuchen nach DIN EN 12642 (Stand 2007-01) konnte in der Zusammenarbeit zwischen dem Institut für Stahlbetonbewehrung (ISB), dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), dem Landesverband TransportLogistik und Entsorgung im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL), dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V., dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), der Polizei Niedersachsen, der Polizei Nordrhein-Westfalen sowie Herstellern von Nutzfahrzeugen und Ladungssicherungshilfsmitteln eine Verladeempfehlung erstellen, die nunmehr bundesweit bei allen behördlichen Kontrollorganen für Kontrollzwecke Anwendung finden sollen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Gesellschaft für Transport-, Umschlag und Lagerlogistik mbH (TUL LOG), Dresden und die TÜV NORD Mobilität GmbH, Hannover.

Die unter allen Beteiligten und insbesondere unter Mithilfe von Praktikern der Transporteure im Konsens erstellte Verladeempfehlung wurde erstmals in ihren wesentlichen Grundzügen im Rahmen des BGL/VDA-Symposiums „Aus der Praxis für die Praxis“ am 27.09.2010 auf der 63. IAA-Nutzfahrzeug-Messe in Hannover vorgestellt.

Die Besonderheit bei der Ladungssicherung von Mischladungen bestehend aus gebogenem und geschnittenem Betonstahl besteht darin, dass sich die Ladeeinheiten in ihrer Formstabilität sowie geometrischen Abmessungen unterscheiden können. Dies stellt besondere Anforderungen an das Laden und Stauen sowie die Ladungssicherung des kompletten Ladegutes.

Die Verladempfehlung thematisiert sowohl das Laden und Stauen als auch die Sicherung von entsprechenden Mischladungen aus Betonstahl auf Straßenfahrzeugen. Als Hilfsmittel zur Ladungssicherung gelangen marktübliche Zurrmittel, rutschhemmende Materialien und Kantenschoner zur Anwendung.

Aus den Ergebnissen der dynamischen Fahrversuche konnten Regeln zur Bestimmung der erforderlichen Zurrmittelanzahl abgeleitet werden und zwar für folgende Stau- und Sicherungsvarianten:

– Stauen der gesamten Ladung formschlüssig nach vorn und zu den Seiten entweder formschlüssig zur Stirnwand und zu Seitenrungen oder
formschlüssig zur Stirnwand und formschlüssiges Sichern zu den Seiten durch Umschlingen

– Stauen der unteren Ebenen der Ladung formschlüssig nach vorn und zu den Seiten entweder
formschlüssig zur Stirnwand und zu Seitenrungen oder formschlüssig zur Stirnwand und formschlüssiges Sichern zu den Seiten durch Umschlingen und Sichern von oben aufliegenden (ohne Formschluss zu den Seitenrungen) gebündelten Ladeeinheiten

Durch Angaben zum Sicherungs- und Zurrmittelbedarf stehen dem Anwender vor Ort für die Dimensionierung der Ladungssicherung konkrete und hilfreiche Angaben zur praktischen Umsetzung der Ladungssicherung, die durch begleitende Abbildungen unterstützt wird, zur Verfügung.

Die vorliegende Verladeempfehlung stellt somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Wichtig:
Da es sich um eine „Empfehlung“ handelt, besteht weiterhin die Möglichkeit, individuell nachweislich mindestens gleichwertige alternative Ladungssicherungsmethoden im Sinne der Richtlinie VDI 2700 anzuwenden.

Die Verladeempfehlung steht zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:


„Verladeempfehlung zur Ladungssicherung von Betonstahl gebogen und geschnitten beim Transport auf Straßenfahrzeugen“ (Stand: August 2011)


Ladungssicherung: „Verladeempfehlungen zur Ladungssicherung von Altpapierballen beim Transport auf Straßenfahrzeugen“

Basierend auf der „Besten-Praxis“, den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Stand 2004-11) und entsprechenden Fahrversuchen nach DIN EN 12642 (Stand 2007-01) wurden in Zusammenarbeit zwischen dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) e.V., dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V., dem Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e.V., dem Verband Deutscher Papierfabriken (VDP) e.V., der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), der Polizei Niedersachsen, der Polizei Nordrhein-Westfalen sowie Herstellern von Nutzfahrzeugaufbauten Verladeempfehlungen zur Ladungssicherung von Altpapierballen beim Transport auf Straßenfahrzeugen erstellt, die nunmehr bundesweit bei allen behördlichen Kontrollorganen für Kontrollzwecke Anwendung finden sollen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die DEKRA Automobil GmbH und die TÜV NORD Mobilität GmbH.

Die unter allen Beteiligten und vor allem unter Mithilfe von Praktikern der Transporteure, Entsorger und Papierlogistiker im Konsens erstellten Verladeempfehlungen wurden erstmals in ihren wesentlichen Grundzügen im Rahmen des BGL/VDA-Symposiums „Aus der Praxis für die Praxis“ am 21.09.2012 auf der 64. IAA-Nutzfahrzeug-Messe in Hannover sowie beim 5. Praxistag Ladungssicherung der VerkehrsRundschau am 26.09.2013 in Ulm vorgestellt.

Das Ladegut „Altpapier“ wird nach der „Liste der Europäischen Standardsorten und ihre Qualitäten“ (DIN EN 643) in 67 Altpapiersorten unterteilt. Weder die Größe noch die Pressung/Härte der Altpapierballen ist geregelt. Aufgrund ihrer fehlenden Formstabilität können zur Ladungssicherung Niederzurrverfahren nicht angewendet werden. Es kommen lediglich formschlüssige Ladungssicherungsverfahren zum Einsatz. Hierzu können die Altpapierballen gegen ausreichend dimensionierte Stirn- bzw. Bordwände herangeladen oder durch bestimmte Direkt- oder Diagonalzurrverfahren gesichert werden. In diesem Zusammenhang wurde eine spezielle, an das Ladegut Altpapierballen angepasste „Rückhalteverzurrung mit Rückhaltesicherung“ entwickelt. Anhand dynamischer Fahrversuche konnte die Wirksamkeit dieser Ladungssicherung erprobt und bestätigt werden. Die Verladeempfehlungen gelten für die gebräuchlichsten Aufbauformen mit seitlicher Schiebeplane sowie Plane-/Spriegel-Aufbauten mit und ohne Schiebeverdeck.

Hinweis: Fahrzeuge mit Schubboden werden aufgrund ihrer besonderen Aufbaustabilität nicht im Rahmen dieser Verladeempfehlungen behandelt. Zur Ladungssicherung von Altpaperballen auf Schubbodenfahrzeugen werden derzeit separate Verladeempfehlungen erarbeitet.

Die Ladungssicherung für alle möglichen Arten von Altpapier in einer Verladeempfehlung abzubilden ist nicht möglich. Deshalb orientieren sich die Verladeempfehlungen an den Qualitäten „sortiertes gemischtes Altpapier“, „Kaufhausaltpapier“, „Alte Wellpappe-Verpackungen“ sowie „Deinkingware“, die derzeit etwa 70 Prozent des transportierten Altpapierballenaufkommens abdecken.

Durch Angaben zum Sicherungs- und Zurrmittelbedarf stehen dem Anwender vor Ort für die Dimensionierung der Ladungssicherung konkrete und hilfreiche Angaben zur praktischen Umsetzung der Ladungssicherung, die durch begleitende Abbildungen unterstützt wird, zur Verfügung.

Die vorliegenden Verladeempfehlungen stellen somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Wichtig:
Da es sich um „Empfehlungen“ handelt, besteht weiterhin die Möglichkeit, individuell – nach Maßgabe des Standes der Technik – nachweislich mindestens gleichwertige alternative Ladungssicherungsmethoden anzuwenden.

Die Verladeempfehlungen stehen zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:

Verladeempfehlungen zur Ladungssicherung von Altpapierballen beim Transport auf Straßenfahrzeugen

BGL/DIE PAPIERINDUSTRIE-Verbändeempfehlung für Hilfsmittel zur Ladungssicherung von Papierrollen

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. und der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. (vormals Verband Deutscher Papierfabriken (VDP)) haben ihre erstmals im Jahr 2011 erschienene und 2017 überarbeitete Verbändeempfehlung zur Ladungssicherung von Papierrollen neu aufgelegt. Ziel ist die Definition und Beachtung einheitlicher Vorgaben beim Einsatz von Ladungssicherungshilfsmitteln.

Aufgrund aktueller technischer Entwicklungen und neuer Rollenformate war eine erneute Anpassung des Anforderungsprofils notwendig geworden. Neben Empfehlungen für den Einsatz von Kantenschutzwinkeln, Antirutschmaterial und Zurrgurten wurden zusätzlich Empfehlungen für den Einsatz von Fahrzeugen mit rutschhemmenden Fahrzeugböden aufgenommen. Die aktuelle dritte Auflage der Verbändeempfehlung mit Stand Dezember 2022 ersetzt die Verbändeempfehlung aus dem Jahr 2017. Aufgrund des Empfehlungscharakters sind individuelle Vereinbarungen weiterhin möglich.

Hintergrund: Bei der Verladung von Papierrollen kommen die unterschiedlichsten Ladungssicherungshilfsmittel zum Einsatz. Die Vielfalt an Materialien mit teilweise differierenden Eigenschaften und unterschiedlichen Zertifizierungen traf bei den Papierfabriken auf eine teilweise nur eingeschränkte Akzeptanz. Um den jeweiligen Anforderungen der Papierfabriken gerecht zu werden, mussten Transportlogistiker oftmals eine Vielzahl an Hilfsmittel mitführen. Dies hat zu zusätzlichen Kosten und Verzögerungen bei der Verladung geführt. Vor diesem Hintergrund setzen sich DIE PAPIERINDUSTRIE e.V. und der BGL für eine einheitliche Nutzung von Ladungssicherungshilfsmitteln ein. Dabei orientiert sich das Anforderungsprofil der Verbändeempfehlung an den einschlägigen technischen Normen und Richtlinien zur Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen (VDI 2700-Grundwerk, -Blatt2, -Blatt 9, -Blatt 14, -Blatt 15 und DIN EN 12195-2)

Die Verbändeempfehlung steht zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:


„Verbändeempfehlung Papierrollen BGL/DIE PAPIERINDUSTRIE“ (Stand: 12/2022)

Verladeempfehlungen zur Ladungssicherung von CC-Containern auf Straßenfahrzeugen

Beim Be- und Entladen sowie beim Transport von beladenen CC-Containern kommt es immer wieder zu Schäden und Unfällen aufgrund einer nicht bestimmungsgemäßen Verwendung der CC-Container. Diese wirkt sich insbesondere auf die Stabilität der Ladeeinheit und in der Folge auf eine unzureichende Ladungssicherung aus. Das Kürzel CC steht für das Pool-System der Container Centralen mit Hauptsitz in Dänemark (https://www.container-centralen.com).

Dieses Pool-System ist eines der meist genutzten und verbreiteten Mehrwegladungsträgersysteme Europas für die Distribution von Topfpflanzen und Blumen. Ein CC-Container ist ein fahrbarer Pfand-Transportkarren aus feuerverzinktem Stahl. Ladeböden zur Aufnahme von Pflanzen in Töpfen können in unterschiedlicher Anzahl und verschiedenen Höhen eingesetzt werden.

Hersteller, Berufsgenossenschaften und das Fraunhofer Institut weisen darauf hin, dass beladene CC-Container nicht zum Stapeln konzipiert wurden. Wenn zwei oder mehr beladene CC-Container aufeinander gestapelt werden, ohne dabei weitere Sicherheitsvorkehrungen zur Stabilität des Stapels zu treffen, entsteht ein erhebliches Gefahrenpotential.

Auf der 67. IAA-Nutzfahrzeuge-Messe im September 2018 in Hannover stellte der BGL im Rahmen des BGL/VDA-Symposiums Ladungssicherung erste Erkenntnisse zur Ladungssicherung von gestapelten CC-Rollcontainern vor. Im Nachgang konnten weitere Grundlagen für eine ordnungsgemäße Ladungssicherung dieses „rollfähigen Ladungsträgers“ in Zusammenarbeit mit der DEKRA Automobil GmbH, Bielefeld und dem Fraunhofer-Institut IML, Dortmund, sowie der BG Verkehr und weiteren Partnern erarbeitet werden.

In diesem Zusammenhang konnte zur Stabilisierung einer CC-Containerstapelung eine Stapelhülse aus Stahlblech entwickelt werden, die durch das Fraunhofer-Institut IML, Dortmund, geprüft und durch die DEKRA Automobil GmbH, Niederlassung Bielefeld, zertifiziert wurde. Die INDEGA – die Interessenvertretung der deutschen Industrie für den Gartenbau – hat diese innovative Entwicklung im Jahr 2018 mit dem INDEGA IPM Innovation Award ausgezeichnet.

Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse konnten die vorliegenden Verladeempfehlungen zur Ladungssicherung von CC-Containern auf Straßenfahrzeugen erstellt werden. Die Verladeempfehlungen orientieren sich an der „Besten Praxis“ zum verkehrs-, betriebs- und beförderungssicheren Transport von CC-Containern auf Straßenfahrzeugen und basieren in ihrer technischen Umsetzung auf den Vorgaben der Richtlinienreihe VDI 2700 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen) sowie der DIN EN 12642:2017.

Die Verladeempfehlungen wurden durch praktische Fahrversuche (26. Juni 2018) gemäß den Vorgaben der Anlage B der DIN EN 12642 (Stand März 2017) verifiziert und im Konsens mit den nachfolgend genannten Beteiligten erstellt: Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V., Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) e. V., Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr), Bundesamt für Güterverkehr (BAG), Polizeiakademie Niedersachsen, Polizei Nordrhein-Westfalen, Transfrigoroute Deutschland e.V., Frankfurt am Main.

Die Entwicklung und Überprüfung der Ladungssicherungssysteme für CC-Container auf Sattelanhängern erfolgte in Zusammenarbeit und durch die technische Unterstützung der nachfolgenden Unternehmen: Schmitz Cargobull AG, Dolezych GmbH & Co.KG, Spanset GmbH & Co.KG, M.Schoppe Schlosserei & Maschinenbau, Hörstel sowie Modiform B.V., Leusden, NL.

Die wissenschaftliche Begleitung bei der Prüfung des Ladungssicherungssystems erfolgte durch die Prüfinstitutionen Fraunhofer Institut IML, Dortmund und DEKRA Automobil GmbH, Niederlassung, Bielefeld.

Wichtig: Die vorliegenden Verladeempfehlungen erheben keinen Anspruch auf Ausschließlichkeit. Anderweitige Vorgaben zur Ladungssicherung von CC-Containern, die nachweislich auf Grundlage von anerkannten technischen Regeln die Ladungssicherung von CC-Containern auf Straßenfahrzeugen ermöglichen, können ebenso angewendet werden.

Die Verladeempfehlungen stehen zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:

Verladeempfehlungen zur Ladungssicherung von CC-Containern auf Straßenfahrzeugen

Betriebsanweisung
Allgemein: Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen

Das Erstellen einer allgemeingültigen Betriebsanweisung für die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen erfordert tiefere Einblicke in die dafür notwendigen mannigfaltigen normativen und technischen Vorschriften.

Um den Verantwortlichen eine rechtssichere Handlungshilfe zur Verfügung zu stellen hat der BGL mit Unterstützung der BG Verkehr (seit 01. 01. 2010 Rechtsnachfolgerin der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft, BG Verkehr) eine „Allgemeine Betriebsanweisung für die Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ verfasst. Als Hilfestellung für den Arbeitgeber enthält die Betriebsanweisung auch begleitende Informationen zur “Anwendung” und den “Gesetzlichen Grundlagen”.

Die Betriebsanweisung steht zum kostenlosen Download im pdf-Dateiformat zur Verfügung und kann entsprechend innerbetrieblich verwendet werden.

Wichtiger Hinweis:
Vor der Verwendung der Betriebsanweisung für eigene Zwecke ist sicherzustellen, dass die vorliegenden betrieblichen Gegebenheiten mit den Inhalten der Betriebsanweisung übereinstimmen. Gegebenenfalls ist eine entsprechende Anpassung der Betriebsanweisung vorzunehmen.

Zu Zwecken der Unterweisung im sicheren Umgang mit Arbeitsmitteln kann ergänzend zur Betriebsanweisung das BGL/BG Verkehr-Merkblatt „Ablegereife von Zurrmitteln“ verwendet werden.

BGL-Merkblatt „Verantwortlichkeit bei der Ladungssicherung“

Die Verantwortlichkeiten zur Ladungssicherung ergeben sich aus verschiedenen zivilrechtlichen und öffentlich-rechtlichen Gesetzesvorgaben, die nicht ohne Weiteres durchschaubar sind. In der Praxis bestehen daher oft Unklarheiten darüber, welcher Personenkreis im jeweils konkreten Fall für die Ladungssicherung tatsächlich verantwortlich ist, wie man Verantwortlichkeiten rechtssicher überträgt, und wer für Schäden als Folge einer mangelhaften oder unterlassenen Ladungssicherung einzustehen hat. Die Auswirkungen dieser Kenntnislücken können gravierend sein: Es drohen Schadensersatzansprüche und Bußgeld, in Extremfällen sogar strafrechtliche Verfolgung.

Mit dem Ziel, mehr Klarheit in dieser komplexen Thematik herbeizuführen, hat der BGL ein Merkblatt über die Verantwortlichkeiten bei der Ladungssicherung, sowohl in öffentlich-rechtlicher als auch in privatrechtlicher Hinsicht, erarbeitet. Wie der BGL hervorhebt, gilt in jedem Falle der Grundsatz, dass derjenige, der durch sein Handeln oder Unterlassen die Ursache für einen verkehrsunsicheren Zustand oder für einen Schaden setzt, dafür einstehen muss. Verantwortlich in diesem Sinne können demnach auch ein Lademeister oder ein Verlader sein.

Merkblatt – Verantwortlichkeit bei der Ladungssicherung

BGL/BG Verkehr–Merkblatt „Ablegereife von Zurrgurten“

Die sichere Umsetzung der Ladungssicherung auf dem Nutzfahrzeug setzt voraus, dass die verwendeten Hilfsmittel in einem ordnungsgemäßen Zustand sind. Für Zurrgurte sind in der Norm DIN EN 12195-2 sowie in der Richtlinie VDI 2700 Blatt 3.1 Kriterien genannt, die ein intakter Zurrgurt zur sicheren Anwendung erfüllen muss.

Beschädigungen und Verschleißerscheinungen können dazu führen, dass Zurrgurte die Ladung nicht mehr richtig sichern und beim Transport oder beim Be- und Entladen zerreißen können. Hierdurch können Folgeschäden an der Ladung oder sogar schlimme Unfälle entstehen. Zurrgurte, die nicht mehr verwendet werden dürfen, werden als „ablegereif“ bezeichnet. Für die Ladungssicherung dürfen Zurrgurte nur verwendet werden, wenn sie sich in einem einwandfreien technischen Zustand befinden. Dazu zählt auch das Vorhandensein eines Gurtetiketts, das die Vorgaben der Norm DIN EN 12195-2 erfüllen muss. Ein fehlendes, beschädigtes oder unleserliches Gurtetikett führt ebenfalls zur Ablegereife eines Zurrgurtes.

Das BGL/BG Verkehr-Merkblatt „Ablegereife von Zurrgurten“, das zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung steht, soll allen Verantwortlichen zur Ladungssicherung eine Hilfestellung zum sicheren Einsatz von Zurrgurten für die Ladungssicherung geben. Die Kriterien, die nach der Norm DIN EN 12195-2 und der Richtlinie VDI 2700 Blatt 3.1 zur Ablegereife führen, sind im Merkblatt aufgenommen und anhand von Bebilderungen eindeutig veranschaulicht. Somit wird es dem Anwender vor Ort leicht ermöglicht, ablegereife Zurrgurte sicher zu identifizieren. Das Merkblatt trägt den Stand Dezember 2023.

Die Inhalte des BGL/BG Verkehr-Merkblatts „Ablegereife von Zurrgurten“ sind dem BGL/BG Verkehr-Leitfaden für Fahrer entnommen. Der Leitfaden steht ebenfalls zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung.

LASI-CHECK

Die Vielfalt der Fahrzeuge und der Güter mit höchst unterschiedlichen Eigenschaften machen es unmöglich, eine universell anwendbare Verladevorschrift zu verfassen. Individuelle Lösungen sind gefragt, die auf die besonderen Eigenschaften des Ladegutes abgestimmt sind und die Anforderungen an die eingesetzten Fahrzeuge bestimmen. Dies erklärt das große Informationsbedürfnis der Verantwortlichen zur rechtssicheren Anwendung der Ladungssicherung. Ladungssicherung kann in der Praxis nur dann richtig umgesetzt werden, wenn die relevanten technischen und gesetzlichen Vorgaben anwendergerecht vorliegen.

Mit dem BGL/BGF-Praxishandbuch „Laden und Sichern“ stellen sich der BGL und die BG Verkehr (seit 01.01.2010 Rechtsnachfolgerin der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen) bereits seit 1999 erfolgreich dieser Herausforderung.

Um dem gestiegenen Informationsbedürfnis zum Thema Ladungssicherung nachzukommen wurde u.a. das Projekt „LASI-CHECK“ als Gemeinschaftsaktion des BGL, der BG Verkehr, dem Verlag Heinrich Vogel, der KRAVAG-Versicherung und der Straßenverkehrsgenossenschaften (SVG) ins Leben gerufen.

Die einzelnen Beiträge stehen zum kostenlosen Download (pdf-Dateiformat) zur Verfügung.
Was bietet der LASI-CHECK?

Im „LASI-CHECK“ werden knappe, konkrete und praxisorientierte Tipps in Form einer vierseitigen Checkliste zum richtigen Umgang mit Zurrmitteln und zur Ladungssicherung ausgewählter Gütergruppen gegeben. Dazu stehen Antworten auf wichtige Fragen wie

  • Wie sichere ich effektiv und richtig?
  • Welche Ladungssicherungsmittel sind die passenden?
  • Welche Rechte und Pflichten haben die Verantwortlichen?
  • Worauf achten die Kontrollbehörden?

im Fokus der praktischen Handlungshilfen.
Im Einzelnen werden behandelt:

Gebrauchsanleitung für Zurrmittel und das richtige Sichern
Stückgut-Transporte (Beladeplan)
KEP-Transporter
Ladungssicherung von Getränkeprodukten
Ladungssicherung von Papierrollen
Coil-Transporte (Sichern mit Ketten)
Ladungssicherung von Absetzbehältern auf Absetzkipperfahrzeugen
Ladungssicherung von Betonstahl
Rundholz-Transporte
Ladungssicherung im Kombinierten Ladungsverkehr (KLV)

Die Inhalte des „LASI-CHECKS“ basieren auf den Vorgaben der anerkannten Regeln der Technik (u.a. Richtlinie VDI 2700:2004, EN 12195-1:2004, BGI 649), den Inhalten des BGL/BGF-Praxishandbuches „Laden und Sichern“ sowie den Vorgaben der „Verladeempfehlungen für Betonstahlmatten“ und der „Verladeempfehlungen für Rohholz“.