Der verbleibende Spielraum im Güterkraftverkehr wird spürbar enger: Durch die jüngste Preisentwicklung beim Diesel stehen mittelständische Transportunternehmen vor erheblichen finanziellen Mehrbelastungen mit existentiellen Folgen. Bei einer Flotte von 50 Lkw summiert sich der Anstieg schnell auf zusätzliche Kosten im siebenstelligen Bereich pro Jahr.
Da die Margen in der Branche traditionell gering sind, können viele kleine und mittlere Betriebe diesen Kostendruck nicht dauerhaft auffangen. Um die Versorgungsstrukturen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu sichern, braucht es nun zielgerichtete politische Rahmenbedingungen.
In einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz schlägt der BGL e.V. konkrete Lösungsansätze vor:
- Fokus auf Entlastung der Wirtschaft: Eine reine Senkung der Mehrwertsteuer bringt für unternehmerische Abläufe kaum direkte Entlastung, da sie als durchlaufender Posten wirkt.
- CO2-Doppelbelastung beenden: Aufhebung der doppelten CO2-Belastung im Güterverkehr durch nationalen Emissionshandel und CO2-Maut für Lkw.
- Gewerbediesel etablieren: Absenkung der Energiesteuer auf das EU-Mindestmaß, orientiert an erprobten Modellen europäischer Nachbarstaaten.
Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und faire Bedingungen im europäischen Wettbewerb zu gewährleisten.
Den vollständigen Brief des BGL finden Sie hier.