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Verladeempfehlung „Rohholz im Frachtcontainer“

Verladung und Sicherung von Rohholz (Nadelholz, Fichte) im Frachtcontainer (40´ Container und 40´ High Cube Container)

Die Verladeempfehlung wurde erstellt zur Anwendung auf Straßenfahrzeugen im Straßenverkehr. Die Verladeempfehlung orientiert sich an der „Besten Praxis“ zum verkehrs-, betriebs- und beförderungssicheren Transport von Rohholz (Nadelholz, Fichte) auf Straßenfahrzeugen und basiert in ihrer technischen Umsetzung auf den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700:2004-11, „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ sowie Fahrversuchen nach DIN EN 12642:2017-03 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen - Aufbauten an Nutzfahrzeugen – Mindestanforderungen“.

Die erhöhte Nachfrage asiatischer Märkte nach Windwurf- und Kalamitätsholz, verursacht durch das Orkantief Friederike im Januar 2018 mit anschließender Hitzeperiode und Borkenkäferbefall von Wald- und Forstbeständen, führte vermehrt zu Straßentransporten von Rohholz in Frachtcontainern als Vorlauf zum Seetransport. Hierbei stellte sich die Frage nach einer - technisch normativ bisher nicht geregelten - Vorgabe zur sachgerechten Ladungssicherung von Rohholzstämmen im Transportbehältnis Frachtcontainer.

Nach dem bewährten Vorbild der interdisziplinären Erarbeitung von entsprechenden Verladeempfehlungen konnten Vorgaben zur betriebs-, beförderungs- und verkehrssicheren Verladung von Frachtcontainern - ausgehend von der bewährten Praxis - auf Grundlage des Standes der Technik nach der Richtlinie VDI 2700 erarbeitet werden. Das Prinzip besteht aus der formschlüssigen und lagenweise wechselseitigen Verladung von dickeren Stammenden und schmaleren Stammspitzen der hier betrachteten ca. 11,8 bis ca. 12 Meter langen Rohholzstämme.

Fahrversuche nach DIN EN 12642 – durchgeführt von TÜV NORD Mobilität GmbH und Dekra – bestätigten die Sicherheit der neuen Verlade- und Ladungssicherungsvorgaben. Diese werden nunmehr von den Kontrollbehörden als Kontrollvorgaben herangezogen. Die vorliegenden Verladeempfehlungen stellen somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Beteiligte:
Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) NRW (Leitung und Koordination des Projektes), Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Polizei Hessen Polizei Niedersachsen, Polizei Nordrhein-Westfalen, Bundesamt für Güterverkehr, Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft, Post-Logistik Telekommunikation (BG Verkehr), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e. V., Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V., Bundesvereinigung des Holztransport-Gewerbes e.V. ,Landesbetrieb HessenForst, Königsberger Ladungssicherungskreis e. V., Riedesel Forst-Service GmbH, GTC German-Timber-Company GmbH, DEKRA Automobil GmbH, TÜV NORD Mobilität GmbH & Co. KG, INTAKT Transportberater e. K., EUROSAFE GmbH, GWS-Schlobohm.

Die Verladeempfehlung „Rohholz im Frachtcontainer“ wurde den Innenressorts der anderen Länder sowie dem Bundesamt für Güterverkehr über die Arbeitsgemeinschaft Verkehrspolizeiliche Angelegenheiten zur Verfügung gestellt.

Die Verladeempfehlung steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Verladeempfehlung für Rohholz im Frachtcontainer