Feldversuch mit Langfahrzeugen auf solide Grundlage stellen

Klimaschutz darf nicht durch ideologische Scheuklappen verhindert werden.

11.10.13

BGL, Mainz, 11.10.2013: Anlässlich der jährlichen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. wurde an die Einsicht der Politiker appelliert, den laufenden Feldversuch zum Einsatz von Langfahrzeugen auf neue Grundlagen zu stellen.

Die derzeitige Situation sei höchst unbefriedigend, weil ein wirklicher Feldversuch an der Weigerung großer Flächenländer scheitere, sich dieser effizienzsteigernden und CO2-vermeidendenden Technologie mit aussagekräftigen Praxistests zuzuwenden. Der BGL regt an, nach der Regierungsneubildung mit den Ländern in Verhandlungen zu treten, um über eine von allen Ländern getragene Kompromisslösung für den Flächenversuch zu kommen. Ohne eine entsprechende Entrümpelung von überbürokratisierenden Vorgaben zur Bestimmung freigegebener Autobahnstrecken bleiben Chancen für neue Erkenntnisse ungenutzt. Vorgeschobene Argumente zur Verkehrssicherheit dienten dazu, im falsch verstandenen Bahninteresse den Lang-Lkw mit seinen Effizienzpotenzialen bei Energie- und CO2-Einsparungen von bis zu 30 Prozent zu verhindern. Versuchserfahrungen in anderen europäischen Ländern und der jahrzehntelange unproblematische Einsatz von Langfahrzeugen in Skandinavien, sogar bei höheren Gesamtgewichten, bewiesen, dass Verkehrssicherheitsargumente bei einer sorgfältigen Fahrwegauswahl und zusätzlichen Sicherheitseinrichtungen für Langfahrzeuge nicht stichhaltig seien. Schließlich gehe es nicht darum, der Schiene irgendwelche kombinierte Verkehre wegzunehmen, sondern den Straßengüterverkehr energie- und damit klimafreundlicher zu machen. Wer mehr Klimaschutz und Ressourcenschonung fordere, dürfe den Lang-Lkw nicht mit ideologischen Scheuklappen bekämpfen.

Ergänzende Informationen hierzu finden Sie im neuen BGL-Jahresbericht auf den Seiten 38-43 und 125-129.

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