BGL begrüßt Entscheidung des Bundeskabinetts zur Erprobung von Lang-Lkw.

10.11.11

BGL, Frankfurt am Main, 10.11.2011: Die Entscheidung des Bundeskabinetts, einen seit langem angekündigten Feldversuch zur Erprobung von Lang-Lkw zu starten, stößt auf großes Interesse im Transport- und Logistikgewerbe. In Erwartung der großen Verkehrszuwächse im Güterverkehr, die auf die deutsche Infrastruktur aus der immer engeren Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit dem "Rest der Welt" zukommen, müssen alle innovativen Potenziale für die bessere Vernetzung der Verkehrsträger und deren Effizienzsteigerung in Betracht gezogen werden.

Ob der Lang-Lkw aus Verkehrssicherheitsbelangen, logistischen Anforderungen und infrastrukturellen Gegebenheiten heraus eine nachhaltige Lösung ist, das muss allerdings durch die Ergebnisse eines bundesweiten Großversuchs erst noch bestätigt werden. Es geht jetzt darum, die in der Verordnung genannten Fahrzeugkombinationen unvoreingenommen und ergebnisoffen zu testen. Im Falle einer positiven Gesamtbilanz könnten alle profitieren. Die Umwelt wird mit weniger CO2 belastet, die Arbeitsteilung der Verkehrträger könnte optimiert und die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und der Wirtschaft mit noch höherer Effizienz gewährleistet werden.

Der BGL vertraut darauf, dass die Bundesanstalt für Straßenwesen durch Ihre wissenschaftliche Begleitforschung eine Basis dafür schafft, um die heute politisch noch umstrittene Entscheidung für den Test neuer Fahrzeugkombinationen in fünf Jahren objektiv und mit großer Gesamtverantwortung bewerten zu können. Alles ist möglich, wenn Denkverbote und Blockaden durch "echte Erfahrungen" überwunden werden. Leider hindern Denkverbote einige Bundesländer daran, ideologische Barrieren einzureißen und Chancen für den Standort Deutschland beherzt aufzugreifen. Der verordnete Stillstand durch selbsternannte Eisenbahnschützer weist jedenfalls keinen Weg, wie Wachstum, Wohlstand, Verkehrssicherheit und Umweltschutz miteinander versöhnt werden könnten.

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