BGL: Aktionsplan für Güterverkehr und Logistik ist erfrischend ideologiefrei und der Praxis zugewandt.

22.11.10

BGL, Frankfurt am Main, 22.11.2010: Der heute von Bundesminister Dr. Ramsauer und den Präsidenten der Verkehrsverbände vorgestellte "Aktionsplan Güterverkehr und Logistik - Logistikinitiative für Deutschland" ist aus Sicht des BGL ein gelungener Ansatz, Verkehrspolitik an der Praxis auszurichten und mit konkreten Zielen und Maßnahmen zu versehen. Im Gegensatz zu dem unter der Vorgängerregierung verfolgten Masterplan für Güterverkehr ist die nunmehr vorgelegte politische Leitlinie frei von ideologischen Verkrampfungen. Rabulistische Übungen zu realitätsfernen Verlagerungsfantasien aus der Vergangenheit wurden folgerichtig gestrichen. An deren Stelle ist eine nüchterne Analyse getreten, wie das von Wirtschaft und Verbrauchern ausgehende Verkehrswachstum über eine verbesserte und optimierte Arbeitsteilung der Verkehrsträger gesellschaftspolitisch und auch verkehrswirtschaftlich beherrschbar gemacht werden kann. Dumpfe Vermeidungs-, Verlagerungs- und Verteuerungsstrategien hat das Ministerium zurück in die "Mottenkiste" der Verkehrspolitik verbannt und setzt auf pragmatische Maßnahmen und Ziele. Die bisher übliche "Jagd auf den Lkw" ist einem gangbaren Weg gewichen, über die verbesserte Zusammenarbeit zwischen Schiene, Wasserstraße und dem Lkw die Straße zu entlasten und einen möglichst großen Anteil des Verkehrszuwachses auf alternative Verkehrsträger zu bringen.

Besonders positiv vermerkt der BGL das Bekenntnis zum Logistikstandort Deutschland, dessen Stärkung über die Effizienzsteigerung aller Verkehrsträger erreicht werden soll. Dazu gehört nicht nur das Erproben innovativer Konzepte, sondern auch eine konkretisierte Planung zum Ausbau der Infrastrukturengpässe. Ein Umsteigen zwischen den Verkehrsträgern für Ladungen und Ladeeinheiten kann nur gelingen, wenn kapazitativ und qualitativ neue Angebote entstehen. Der BGL sieht sich in seiner bisherigen Haltung bestätigt, dass im sozioökonomischen Umfeld nur eine abgestimmte Strategie zwischen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Zielen eine gesellschaftlich zufriedenstellende Entwicklung gewährleisten kann.

Der BGL wird daher alle Maßnahmen unterstützen, die zu nachhaltigen Verkehrssystemen mit attraktiven Arbeits- und Lebensbedingungen im Transportgewerbe führen. Ohne gut qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sowie ein leistungsfähiges, mittelständisch geprägtes Verkehrsgewerbe verliert der Logistikstandort Deutschland seine Spitzenposition.

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