Wenig hilfreiche Schützenhilfe verstellt die Sicht auf die Ursachen des Abbaus von bis zu 80 000 Arbeitsplätzen im Transportlogistikgewerbe.

11.05.09

BGL, Frankfurt am Main, 11.05.2009: Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. fordert angesichts dramatischer Umfrageergebnisse zur wirtschaftlichen Lage im deutschen Transportlogistikgewerbe die umfassende Korrektur der Mauterhöhungsbeschlüsse zum 01.01.2009. Ohne eine Neujustierung der Politik geht gut die Hälfte der gefährdeten 80 000 Arbeitsplätze auf das "Mautkonto". Eine Verlagerung dieser Arbeitsplätze - vornehmlich auf fiskalisch und sozialpolitisch günstiger gestellte Anbieter aus den EU-Beitrittsländern - ist ohne politisches Handeln mit unternehmerischen Mitteln nicht zu stoppen.

 "Wenig hilfreich sind allerdings nahezu täglich neue Horrormeldungen mit Superlativen zur Krise im Transportgewerbe", meint Professor Dr. Karlheinz Schmidt, Hauptgeschäftsführer des BGL. So bewerte er die jüngst vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen e.V. berechneten "10 000 Unternehmenspleiten" im Transportgewerbe und den Verlust von "bis zu 100 000 Arbeitplätzen" als wenig realistisch.

Der BGL geht nach wie vor in den nächsten Monaten von bis zu 5 000 Betriebsaufgaben und einer Verdoppelung der Insolvenzzahlen aus. Mauterhöhung und die Wirtschaftskrise seien dafür in etwa gleichermaßen verantwortlich. Ca. 80 000 Arbeitsplätze sind unmittelbar betroffen. Gut die Hälfte davon entfalle auf nicht mehr kostendeckende Verkehre, die gebietsfremden Transporteuren überlassen werden müssten.

"Wir brauchen nicht nur schnelle, sondern nachhaltige Hilfen, damit das Gewerbe seinen mittelständischen Charakter in Deutschland erhalten kann", so Professor Schmidt.

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