Allianz pro Schiene täuscht wieder einmal die Öffentlichkeit

31.01.06

BGL. Frankfurt/M. - Alle diejenigen, die sich bei der gestrigen Pressemeldung "27 Prozent mehr Neuzulassungen von mautfreien LKW in 2005" der Allianz pro Schiene empört gezeigt haben, können sich trotzdem beruhigt zurücklehnen:
Wie bereits bei der ersten Ausgabe dieser "Tatarenmeldung" vom September vergangenen Jahres haben die "Eisenbahn-Lobbyisten" wieder einmal eine Hauptgruppe der Kfz-Zulassungsstatistik vergessen: Die Sattelzugmaschinen, die zwar das Gros des Straßengüterverkehrs abwickeln, aber nicht unter Lkw in der Statistik geführt werden, sondern unter Zugmaschinen.
Die kompletten Fakten:
Im Jahre 2005 gab es 1.796 mehr Neuzulassungen von Lkw zwischen 7,5 t und 12 t aber auch 1.778 zusätzliche Sattelzugmaschinen und 384 zusätzliche Lkw über 12 t im Vergleich zu 2004. Da jedes dieser großen Fahrzeuge das vier- bis fünffache an Ladekapazität eines kleinen Lkw hat, liegt ganz klar im mautpflichtigen Bereich der eigentliche Zuwachs.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt: Es macht finanziell keinen Sinn, die Ladung eines großen auf mehrere kleine Lkw zu verteilen, denn die Fahrer in Deutschland arbeiten immer noch nicht für Gotteslohn. Und außerdem wird jeder Lkw unter 12 t mautpflichtig, wenn er mit seinem Anhänger zusammen über die 12-Tonnen-Grenze kommt.

Frankfurt am Main, den 31.01.2006

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