BGL: Die jüngsten Dieselpreissteigerungen müssen in die Kalkulation einbezogen werden!

07.03.03

BGL. Frankfurt/M. - Vor dem Hintergrund eines drohenden Irak-Krieges und "unterstützt" durch die letzte Ökosteuerstufe sind die Treibstoffpreise in Deutschland - trotz starkem Euro gegenüber dem Dollar - seit Jahresbeginn in die Höhe geschnellt. Die Preise für ein Barrel Öl erreichten Ende Februar die historische Höchstmarke von 34 US-Dollar, die Dieselkraftstoffpreise an den Tankstellen übertreffen immer wieder neue Höchststände. Nach Recherchen des ADAC näherte sich der Dieselpreis im Februar an Tankstellen in deutschen Städten der Marke von einem Euro. Dies - so der ADAC - sind "die höchsten Kraftstoffpreise, die es in Deutschland je gab." Ein Ende der Preisspirale ist angesichts der angespannten politischen Lage nicht absehbar.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. hält es angesichts der ohnehin äußerst angespannten wirtschaftlichen Situation deutscher Transportbetriebe für unverzichtbar, krisenbedingte Treibstoffkostenerhöhungen in ihre Kalkulation einzubeziehen, wenn sie nicht die Existenz ihrer Unternehmen und Arbeitsplätze aufs Spiel setzen wollen. Jede Erhöhung des Dieselkraftstoffpreises um 10 Cent pro Liter führe zu einer Erhöhung der dem Betrieb entstehenden Kraftstoffkosten um rund 15 %, die Gesamtkosten erhöhten sich um mindestens 4 %. Anders ausgedrückt: Bei einem Fuhrpark von 10 Fahrzeugen mit einer jährlichen Kilometerleistung von je 135 000 km bedeute dies für ein mittelständisches Transportunternehmen eine Gesamtkostenerhöhung um 45 900 ? jedes Jahr.

Frankfurt am Main, 7. März 2003

Anhänge

AUSWIRKUNG_DIESELPREISERHOEHUNG.PDF

Pressekontakt

Martin Bulheller
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: (069) 79 19-277
Telefax: (069) 79 19-227
E-Mail: presse@bgl-ev.de

Breitenbachstraße 1
60487 Frankfurt am Main