Verbände starten Hygiene-Initiative - Erster "Tag der Lebensmittelhygiene" in Darmstadt

Gemeinsame Pressemitteilung von BGL, VDKL und Transfrigoroute Deutschland

19.02.02

Frankfurt/Bonn 15.2.2002 - Die Hygieneanforderungen rund um die temperaturgeführte Herstel­lung, Lagerung und den Transport von Lebensmitteln standen am 14. Februar 2002 im Mittel­punkt einer Veranstaltung des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), des Verbandes Deutscher Kühlhäuser und Kühllogistikunternehmen (VDKL) und der Transfrigoroute Deutschland (TD).

Über 140 Teilnehmer aus den Bereichen Handel, Industrie und Logistikdienstleistung folgten der Einladung der Verbände ins MARITIM-Hotel nach Darmstadt.

Nach der Begrüßung durch Dr. Adolf Zobel (BGL) und RA Jan Peilnsteiner (VDKL) übermittelte der Abteilungsleiter für Lebensmittelsicherheit und Veterinärmedizin, Bernhard Kühnel im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, BMVEL, Grußworte von Frau Bundesministerin Renate Künast. Die Moderation des Tages übernahm Frank Schnell, Chefredakteur der Deutschen Verkehrszeitung, DVZ.

Hochkarätige Referenten beleuchteten das Thema Lebensmittelhygiene aus verschiedenen Sichtweisen:

Prof. Dr. Kolb, Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Verterinärmedizin (bgvv), Berlin stellte die Hygieneanforderungen nach HACCP an Tiefkühl-Waren und andere Lebensmittel in Deutschland und Europa vor

Als Vertreter der Nordfrost-Gruppe, dem größten gewerblichen Kühlhausunternehmen Deutsch­lands, stellte Michael Kochenstein die praxisgerechte Verwendung der "VDKL-Leitlinie für eine gute Hygienepraxis in Kühlhäusern" und das Hygienekonzept von Nordfrost/Frigoropa dar.

Dr. Wagener, Unternehmensberatung Wagener & Herbst erläuterte neun Schritte zur Erstellung eines HACCP-Konzeptes.

Langnese-Iglo, Hamburg präsentierte durch Dr. Gerhard Ostermann das Unilever-Konzept zum Ausschluss jeglicher Hygiene-Risiken. Insbesondere die umfassenden Checklisten im Rahmen der HACCP-Dokumentation sorgten für große Beachtung.

Michael Odorfer, Schöller, Nürnberg schilderte sodann ausführlich die Umsetzung der Lebens­mittelhygiene eines Produzenten mit eigenem Fahrzeugbestand. Großen Stellenwert hat hier die Realisierung und ständige Kontrolle der geschlossenen Kühlkette. Nur hoher technischer Stan­dard der Kühlfahrzeuge und der praxisgerechte Einsatz und Betrieb von geschultem Personal ermöglichen hohe Qualität.

Über das HACCP-Konzept eines europaweit tätigen Frischedienstleisters referierte Alwin Ennenbach, Kraftverkehr Nagel, Versmold. Bereits mit der Übernahme der Lebensmittel beim Versender beginnt das aktive Eigenkontrollkonzept gemäß der Lebensmittelhygieneverordnung, Ziel ist eine kontrollierte " Hygiene-Sicherheit" in der gesamten Distribution - bestätigt durch die regelmäßige Überprüfung der zuständigen Veterinärbehörde.

Peter Großkopf, Frigoblock Großkopf GmbH, Essen, veranschaulichte aus Sicht des Kälte­maschinen-Herstellers die Bedeutung der richtigen Konfiguration des Kühlfahrzeuges. Nicht nur die Auswahl des richtigen Aufbaus und der Kühlmaschine mit entsprechender Kühlleistung, sondern auch die Positionierung der Kühlmaschine, der Temperaturfühler und letztlich der Ware nehmen maßgeblichen Einfluss auf den Temperaturverlauf der Kühlkette.

Abschließend stellte Hermann Günnel, Peiffer & Langen, Köln, die Umsetzung der Lebensmittel-Hygiene im Lebensmitteltankwagen und -silobereich für die Zuckerindustrie anhand des Qualitätsmanagementsystems von Pfeifer & Langen nach DIN EN ISO 9001 dar.

Jan Peilnsteiner (VDKL) und Roger Schwarz (BGL/Transfrigoroute Deutschland) zu der erfolg­reichen Veranstaltung: "Wir stehen als Verbände in der Verantwortung, dort wo es sinnvoll ist, Interessen der Unterneh­men zu bündeln. Die Schnittstellen bei der Herstellung, Lagerung, Transport und dem Handel von Tiefkühlkost und Frischewaren müssen daher branchenübergreifend diskutiert werden." Die zahlreichen Teilnehmer gaben ihnen eindrucksvoll Recht.

Frankfurt am Main / Bonn, den 19. Februar 2002

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