Lkw-Parkplatzsituation auf Autobahnen - ein Sicherheitsrisiko für alle Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Eduard Oswald, nimmt Unterschriften entgegen

18.03.02

BGL. Frankfurt/M. - Wachsendes Verkehrsaufkommen bei stagnierendem Parkplatzangebot ist der Grund, dass immer häufiger von Lkw-Fahrern überfüllte Autobahnrastplätze angetroffen werden. Dieser aus Sicht der Verkehrssicherheit unhaltbare Zustand veranlasste den Fernfahrerstammtisch der Autobahnpolizei Münster, in Zusammenarbeit mit dem BGL eine Initiative zur Verbesserung der Parkplatzsituation auf Autobahnen zu ergreifen. Am 12. März dieses Jahres konnten an den Vorsitzenden des Verkehrsausschusses im Deutschen Bundestag, Eduard Oswald (CSU), 17.693 Unterschriften von Lkw-Fahrern und Unternehmern des Güterkraftverkehrgewerbes in Berlin übergeben werden. "Die erhaltene Resonanz spiegelt unmissverständlich die hohe Dringlichkeit politischen Handlungsbedarfs wider", so Klaus Peter Röskes, Vizepräsident des BGL und Walter Schiefer, Kreisgruppenvorsitzender des Bundes Deutscher Berufskraftfahrer. Die Verkehrssicherheit im Bereich des Güterkraftverkehrs wird wesentlich geprägt von der Möglichkeit, die gesetzlich vorgeschriebenen und erforderlichen Ruhezeiten einzuhalten. "Können die Ruhepausen nicht eingehalten werden, besteht eine erhöhte Gefahr im Straßenverkehr durch Übermüdung", so Röskes weiter.

Verknüpft mit der Übergabe der Unterschriften war der Appell an die Bundesregierung, u. a. im Rahmen des bereits 1995 verabschiedeten Ausbauprogramms für Stellplätze an Autobahnen für die Schaffung und bedarfsgerechte Ausgestaltung von Parkmöglichkeiten für Lkw-Fahrer tätig zu werden. Hingewiesen wurde auch darauf, dass im Rahmen dieses Programms hierfür noch ca. 125 Millionen Euro abrufbar seien. Zur nachhaltigen Gewährleistung der Verkehrssicherheit, so der Tenor der Unterschriftenaktion, muss gefordert werden, das Parken auf einer von der Fahrbahn abgewandten Fläche zwecks Reduzierung des Straßenlärms für die Fahrer zu gewährleisten, Kühltransportern wegen ihrer lauten Kühlaggregate besonderen Parkraum einzurichten, bedarfsgerechte Stellplätze für Gefahrgutfahrzeuge zu realisieren und zu Ferienreisezeiten ausreichende Stellplätze für den Reiseverkehr, insbesondere für Gespannfahrer, zur Verfügung zu stellen.

Bereits heute geht man davon aus, dass über 9.000 Parkplätze bei zurzeit vorhandenen 18.000 Stellplätzen an Autobahnen fehlen. Hochrechnungen aus Prognosen zur Verkehrsentwicklung ist zu entnehmen, dass bis zum Jahr 2015 weitere ca. 35.000 Parkplätze eingerichtet werden müssen, um den Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden. Eduard Oswald nimmt die Unterschriftenaktion zum Anlass, eine parlamentarische Initiative zur Verbesserung der schlechten Parkplatzsituation auf Autobahnen zu starten, um die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer auf bundesdeutschen Autobahnen weiterhin zu gewährleisten.

Frankfurt am Main, den 18. März 2002

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