Besuchen Sie uns auch auf unseren Social Media Kanälen:

Besucher der IAA appellieren an Bundeskanzler Schröder, entschlossen für das deutsche Transportgewerbe einzutreten

05.10.00

BGL. Frankfurt/M. - "Lassen Sie die Transportbetriebe und ihre Kunden am Standort Deutschland nicht im Stich". Diesen drängenden Appell an Bundeskanzler Schröder richten über tausend IAA-Besucher - Transportunternehmer und deren Kunden. Mit ihren Unterschriften dokumentieren sie die kritische Situation des deutschen Transportgewerbes, in dem Zehntausende von Arbeitsplätzen und Tausende von Unternehmen in ihrer Existenz unmittelbar gefährdet sind.

Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. hatte dieses Offene Schreiben auf der IAA an seinem Gemeinschaftsstand ausgelegt.

Die krisenhafte Situation der überwiegend mittelständischen Unternehmen des Güterkraftverkehrsgewerbes in Deutschland, so heißt es in diesem Schreiben, habe sich seit Beginn des Jahres 2000 dramatisch zugespitzt. Viele der rund 40.000 deutschen Güterkraftverkehrsbetriebe stünden durch die drastischen Dieselkraftstoffsteigerungen mit dem Rücken zu Wand und sähen sich angesichts der ausufernden Dumpingkonkurrenz und illegaler Praktiken auf den Transportmärkten in ihrer Existenz gefährdet. "Während zahlreiche EU-Staaten damit begonnen haben, das Transportgewerbe über Mineralölsteuersenkungen und andere Vergünstigungen massiv zu subventionieren, wird in Deutschland an den jährlichen Mineralölsteuererhöhungen um 6 Pfg. je Liter festgehalten".

Durch diesen nationalen Alleingang seien in Deutschland Zehntausende von Arbeitsplätzen und Tausende von Unternehmen in ihrer Existenz unmittelbar betroffen. Zudem werde das deutsche Güterkraftverkehrsgewerbe und deren Kunden durch die Ankündigung von Straßenbenutzungsgebühren verunsichert, "ohne dass konkrete Kompensationsmaßnahmen bei Mineralöl- und Kraftfahrzeugsteuer in Aussicht gestellt werden".

Durch die zahlreichen Unterschriften wird die Bitte an den Bundeskanzler herangetragen: "Zeigen Sie ein entschlossenes Eintreten der Bundesregierung für das deutsche Transportgewerbe. Sorgen Sie für eine längst überfällige Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen im EU-Güterkraftverkehr. Leiten Sie wie schon andere EU-Mitgliedstaaten sofortige Entlastungen auch für das deutsche Transportgewerbe ein."

Frankfurt am Main, den 05. Oktober 2000

Pressekontakt

Martin Bulheller
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: (069) 79 19-277
Telefax: (069) 79 19-227
E-Mail: presse@bgl-ev.de

Breitenbachstraße 1
60487 Frankfurt am Main