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BGL wird seine klare Linie im Einsatz für faire Wettbewerbsbedingungen im EU-Güterkraftverkehr fortsetzen - Vorwurf der "Wankelmütigkeit" seitens der Industrie stößt auf Unverständnis

04.08.00

Der Bundesverband der Industrie (BDI) hat dem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. laut Presseberichten vorgeworfen, bei der Diskussion um eine streckenbezogene Lkw-Abgabe "wankelmütig" zu sein.

Der BGL hat in allen Äußerungen zur für 2003 geplanten kilometerabhängigen Autobahnbenutzungsgebühr, so auch in den derzeit laufenden Gesprächen mit dem Bundeskanzleramt, stets nachdrücklich hinterlegt, dass die Einführung einer solchen Gebühr für das deutsche Transportgewerbe nur als Umfinanzierungsmodell bestehender Steuern und Abgaben akzeptabel sei, damit durch Beteiligung der europäischen Wettbewerber an den verursachten Infrastrukturkosten ein Schritt in Richtung der lange versprochenen Harmonisierung getan wird.

Der BGL hat immer betont, dass Belastungen "on top" für das ohnehin hochbelastete deutsche Transportgewerbe auf keinen Fall tragbar sind und nicht toleriert werden können. Insoweit ist die Kritik des BDI, der BGL sei "wankelmütig", weder akzeptabel noch nachvollziehbar.

Seit Jahren warnt der BGL vor Plänen zur Verteuerung des Straßengüterverkehrs. Mit seinen Harmonisierungsforderungen wurde der BGL von der deutschen Industrie jedoch allein gelassen.

Für den BGL ist es nachvollziehbar, dass Verladerverbände nicht auf europäische Dienstleister, die auf deutlich niedrigerem Kostenniveau ihre Leistungen in Deutschland anbieten, verzichten wollen. Die Beteiligung dieser Anbieter an den Kosten für die deutsche Infrastruktur - ihr derzeitiger Wegekostendeckungsgrad ist deutlich niedriger als von deutschen Nutzfahrzeugen - ist aber aus Sicht des BGL nicht nur gerecht, sondern zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für deutsche Anbieter dringend geboten.

Der BGL bedauert, dass der BDI offensichtlich dem Einsatz billiger Anbieter in einem Markt mit völlig verzerrten Wettbewerbsbedingungen den Vorzug gibt und nicht versucht, mit dem BGL gemeinsam für Wettbewerbsgleichheit in Europa zu sorgen, die aufgrund der derzeit hohen Belastungen dem Wirtschaftsstandort Deutschland besonders zugute käme.

BGL. Frankfurt/M. den 4. August 2000

Pressekontakt

Martin Bulheller
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: (069) 79 19-277
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E-Mail: presse@bgl-ev.de

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