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BGL: Dieselpreissteigerungen führen zu Mehrkosten von bis zu 27,5 Pfennigen je Kilometer

09.06.00

BGL. Frankfurt/M. - Die atemberaubenden Preiserhöhungen für Dieselkraftstoff haben seit Anfang des vergangenen Jahres dazu geführt, dass allein die Treibstoffkosten eines durchschnittlichen Lastzuges in Deutschland um bis zu 27,5 Pfennigen pro Kilometer angestiegen sind. Nach Berechnungen des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. mussten im Juni dieses Jahres für den Liter Diesel durchschnittlich 55 Pfennige mehr bezahlt werden als noch im Januar des vergangenen Jahres.

Bei vier unterschiedlichen Fahrzeug-Einsatzvarianten ermittelte der BGL die folgenden Werte:

KRAFTSTOFFMEHRKOSTEN PRO KILOMETER

Regionaler Wirtschaftsverkehr: Stadtverkehr 10,5 Pfennige; Baustelleneinsatz 27,5 Pfennige

Fernverkehr: Normaleinsatz 19,8 Pfennige; erschwerter Einsatz 23,1 Pfennige

Bei Einsätzen im Stadtverkehr mit 7,5t-LKW werden durchschnittlich etwa 19 Liter Diesel je 100 Kilometer benötigt. Dies bedeutet, dass heute immerhin 10,5 Pfennige mehr an Kraftstoffkosten für den gefahrenen Kilometer aufgewendet werden als Anfang 1999. Im schweren Baustelleneinsatz, bei dem durchaus 50 Liter Dieselkraftstoff verbraucht werden können, müssen die Transportunternehmer heute 27,5 Pfennige mehr allein für Treibstoff ausgeben als noch im Januar des vergangenen Jahres.

Aber auch der normale Einsatz im Fernverkehr (bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 36 Liter Kraftstoff) muss 19,8 Pfennige an Mehrkosten verkraften. Steigt bei schwierigen Einsätzen (im Kühlverkehr oder bei topographisch ungünstigen Fahrtrouten) der Verbrauch gar auf 42 Liter je 100 Kilometer, wären schon 23,1 Pfennige an Mehrkosten allein für den Diesel pro Kilometer aufzuwenden.

Der BGL empfiehlt seinen Verbandsmitgliedern nachdrücklich, mit ihren Auftraggebern in intensive Preisgespräche einzutreten. Diese exorbitanten Preissteigerungen im Kraftstoffbereich müssen von den Transportunternehmern kurzfristig in die Angebotspreise einkalkuliert werden, da sonst die Gefahr von Unternehmenszusammenbrüchen - verbunden mit dem Abbau von Arbeitplätzen -

unausweichlich ist.

Frankfurt am Main, den 9. Juni 2000

Pressekontakt

Martin Bulheller
Leiter Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: (069) 79 19-277
Telefax: (069) 79 19-227
E-Mail: presse@bgl-ev.de

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