BGL: Brennerblockade ausländerfeindlicher Angriff auf die Freiheit des Transitverkehrs

05.06.00

BGL. Frankfurt/M. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) hat die von einer Bürgerinitiative in Tirol für den 23. Juni 2000 geplante erneute Blockade der Brennerautobahn als "ausländerfeindlichen Angriff auf die Freiheit des Transitverkehrs" verurteilt. Da am Vortag das "Fronleichnamsfest" in Österreich als gesetzlicher Feiertag begangen wird - an dem ein allgemeines Fahrverbot für LKW besteht - und sich das Wochenendfahrverbot unmittelbar an den Blockadetag anschließt, werde der alpenquerende Warenverkehr praktisch für vier Tage blockiert.

Die Bürgerinitiative unterschlage dabei die Tatsache, dass der Brenner in erster Linie durch den Regionalverkehr im Inntal und den bilateralen Verkehr von und nach Österreich belastet werde.

Der BGL hat an den Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Reinhard Klimmt, appelliert, sich für eine Untersagung der Blockade einzusetzen. Er weist darauf hin, dass das im Jahr 1998 durchgeführte vergleichbare "Volksfest" auf dem Brenner derzeit beim Europäischen Gerichtshof geprüft werde.

Frankfurt am Main, den 05. Juni 2000

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