Ladungssicherung: „Verladeempfehlung zur Ladungssicherung von Stahlblechen ab 5 mm Dicke beim Transport auf Straßenfahrzeugen“

Verladung von Stahlblechen auf
einer Fahrzeugladefläche
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Basierend auf der „Besten-Praxis“, den Vorgaben der Richtlinie VDI 2700 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Stand 2004-11), der Richtlinie VDI 2700 Blatt 19 (Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen, Gewickeltes Band, Bleche und Formstahl, Stand 2011-01) und entsprechenden Fahrversuchen nach DIN EN 12642 (Stand 2007-01) konnte der BGL in Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), dem Landesverband TransportLogistik und Entsorgung im Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e.V. (VVWL), dem Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V., der Wirtschaftsvereinigung Stahl, dem Bundesverband Deutscher Stahlhandel (BDS), dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG), der Polizei Niedersachsen, der Polizei Nordrhein-Westfalen sowie Herstellern von Nutzfahrzeugen und Ladungssicherungshilfsmitteln eine Verladeempfehlung erstellen, die nunmehr bundesweit bei allen behördlichen Kontrollorganen für Kontrollzwecke Anwendung finden sollen. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch die Gesellschaft für Transport-, Umschlag und Lagerlogistik mbH (TUL LOG), Dresden und die TÜV NORD Mobilität GmbH, Hannover.

Die unter allen Beteiligten und insbesondere unter Mithilfe von Praktikern der Transporteure und Produzenten von Stahlblechen im Konsens erstellte Verladeempfehlung wurde erstmals in ihren wesentlichen Grundzügen im Rahmen des BGL/VDA-Symposiums „Aus der Praxis für die Praxis“ am 27.09.2010 auf der 63. IAA-Nutzfahrzeug-Messe in Hannover vorgestellt.

Die Besonderheit bei der Ladungssicherung der Gütergruppe „Stahlbleche“ besteht darin, dass das gesamte Ladegut bei voller Nutzlastausladung eine nur sehr geringe Ladehöhe hat. Sich im Ladestapel berührende Bleche erfordern einen zusätzlichen Sicherungsaufwand, um das Verrutschen einzelner Bleche im Ladestapel zu unterbinden. Der seitliche Überstand der Ladung verlangt außerdem nach besonderen Sicherungsverfahren.

Die Verladeempfehlung gilt für nachfolgende Ladegüter:

Die Verladempfehlung thematisiert sowohl das Laden und Stauen als auch die Sicherung von Stahlblechen auf Straßenfahrzeugen. Als Hilfsmittel zur Ladungssicherung gelangen marktübliche Zurrmittel, rutschhemmende Materialien und Kantenschoner zur Anwendung.

Aus den Ergebnissen der dynamischen Fahrversuche konnte in Abhängigkeit von der Ladungsmasse der Zurrmittelbedarf für das Überspannen der Ladung abgeleitet und in Form einer Tabelle in der Verladeempfehlung hinterlegt werden. Dadurch stehen dem Anwender für die Dimensionierung der Ladungssicherung konkrete Angaben zur Verfügung. Die praktische und sichere Umsetzung der Vorgaben vor Ort wird durch entsprechende begleitende Abbildungen unterstützt. Die vorliegende Verladeempfehlung stellt somit einen wichtigen Beitrag zur rechtssicheren Ladungssicherung nach dem derzeitigen Stand der Technik dar.

Wichtig:
Da es sich um eine „Empfehlung“ handelt, besteht natürlich weiterhin die Möglichkeit, individuell nachweislich mindestens gleichwertige alternative Ladungssicherungsmethoden im Sinne der Richtlinie VDI 2700 und VDI 2700 Blatt 19 anzuwenden.

Die Verladeempfehlung steht zum kostenlosen Download (pdf-Datei) zur Verfügung:

„Verladeempfehlung zur Ladungssicherung von Stahlblechen ab 5 mm Dicke beim Transport auf Straßenfahrzeugen“ (Stand: 01.08.2011)