Klimaschutz

Die weltweiten Kohlendioxid-Emissionen sind seit dem Jahr 2000 um mehr als ein Drittel angestiegen. Während die Emissionen der Volkswirtschaft Chinas sich von 2000 bis 2013 fast verdreifacht haben, konnte Deutschland knapp 60 Mio. Tonnen an CO2-Emissionen einsparen. Die Abgaben für erneuerbare Energien in Deutschland, die weitgehend von den Verbrauchern zu tragen sind, explodierten im Zuge dieser Entwicklung. Die ökologische Effizienz zahlreicher „klimaschonender Investitionen“ ist allerdings zunehmend unter volkswirtschaftlichen Aspekten in Frage zu stellen.

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Klimaschutzprogramm der Bundesregierung

Das Transportlogistikgewerbe bekennt sich zum Klimaschutz und ist bereit, seinen Beitrag für ökonomisch tragfähigen und ökologisch relevanten Klimaschutz zu leisten. Diese Bereitschaft setzt jedoch voraus, dass die Politik zunächst ökonomisch und ökologisch hoch effiziente Klimaschutzmaßnahmen für den Güterverkehr in der Praxis als erstes umsetzt. Für teuere Prestigeobjekte gibt es dagegen keinen ökonomischen Spielraum.

Das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung setzt ehrgeizige und zum Teil teure Sonderziele für den Klimaschutz der Bundesrepublik Deutschland. So sollen bis 2020 über die europäische Zielmarke hinaus statt 30 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen 40 Prozent eingespart werden. Die dafür vorgestellten Maßnahmen sind am grünen Tisch, ohne die Anhörung der Beteiligten und der Verbände entstanden.

Die für den Verkehr vorgesehenen Klimaschutzmaßnahmen, die eine Einsparung von 10 Mio. Tonnen CO2 bis 2020 vorsehen, geben dafür ein augenfälliges Beispiel. So würde beispielsweise der vorgeschlagene Einsatz von Hybrid-Fahrzeugen im Güterverkehr nach Angaben der Herstellerindustrie zu Vermeidungskosten in Höhe von 1.200 Euro pro Tonne CO2 führen. Angesichts der Wettbewerbsverhältnisse, die dadurch bestimmt sind, dass 40 Prozent der mautpflichtigen Fahrleistungen durch Gebietsfremde teils im Dumpingwettbewerb erbracht werden, ist eine Verteuerung des Straßengüterverkehrs in einer derartigen Größenordnungen im Alleingang nicht realistisch.

Der BGL sieht einfaches und kostenneutral umsetzbares CO2-Einsparpotenzial unter anderem in der besseren Abstimmung der Fahrzeuglängenmaße auf gängige Behältersysteme im Kontinental- und Seeverkehr.