Bundesverkehrsminister Dobrindt stärkt die Energieeffizienz und den Klimaschutz im Straßengüterverkehr – Verkehrsträgerideologie muss sich hinten anstellen

29.12.16

BGL, Frankfurt am Main, 29.12.2016:

Mit der Inkraftsetzung der einschlägigen Verordnung hat Bundesverkehrsminister Dobrindt den Weg für den Lang-Lkw auf bestimmten Autobahnen und Straßen freigemacht. Demzufolge dürfen diese Fahrzeuge nur auf Autobahnen und von den Bundesländern speziell freigegebenen Streckenabschnitten, z.B. zu Kombibahnhöfen, Logistikzentren und Großverladern, eingesetzt werden. Der jahrelange Testbetrieb hat keinerlei Sicherheitsrisiken ergeben.

Ein Extrabonus des Lang-Lkw ergibt sich aus dem geringeren Straßenverschleiß, weil sich das unveränderte zulässige Gesamtgewicht von 40 Tonnen auf bis zu 8 Achsen statt bisher auf 5 Achsen verteilt. Brückenbauwerke und Fahrbahndecken werden es danken!

Die Umwelt wird von dieser Entscheidung des Bundesverkehrsministers in noch viel größerem Maße profitieren. Bei gleichen Gesamtgewichten haben Lang-Lkw rund die Hälfte mehr an Ladevolumen. Sie sparen bis zu 25 Prozent Kraftstoff und vermindern die CO2-Emission im gleichen Umfang. Bundesminister Dobrindt ist deshalb für seine Entscheidung, Lang-Lkw in den Regelbetrieb zu überführen, ausdrücklich zu loben. Verbraucher, Umwelt, Infrastruktur und Verkehrssicherheit: Alle profitieren.

Da der Lang-Lkw nicht zur Rückverlagerung von Schwerverkehr auf die Straße geführt hat, stellt dieser einen echten Startschuss für mehr Ökoeffizienz im Straßengüterverkehr dar. Verkehrsideologen mussten sich hinten anstellen, weil ihre Argumente, der Kombinierte Verkehr und der Bahnverkehr werde insgesamt durch die Zulassung dieser Fahrzeuge leiden, nicht stechen. Selbst das Umweltministerium hat in seinem Klimaschutzplan für mehr Ökoeffizienz auch die Fahrzeuglänge ins Spiel gebracht. Ein Begleitgutachten zum Klimaschutzplan, das im Auftrag des Bundesumweltamts erstellt wurde, stellt außerdem fest, dass im Jahr 2050 bei größtmöglichem Ausbau des Schienenverkehrs die Straße immer noch 60 % aller Güterverkehrsleistungen zu übernehmen hat. Alle denkbaren Verlagerungsanstrengungen werden demnach dazu führen, dass sich der Schienenanteil an der Güterverkehrsleistung von heute ca. 17 % auf etwa 30 % erhöht. Wer Klimaschutz ernst nimmt, darf deshalb dem Straßengüterverkehr das Ernten „niedrig hängender“ Früchte im Klimaschutz nicht länger verwehren. Dieser Erkenntnis ist Minister Dobrindt gefolgt, dafür gebühren ihm Respekt und Anerkennung.

Wenn es genügend Ökostrom gibt, ist die Elektrifizierung des Schwerverkehrs als nächste Stufe angesagt. Es ist schließlich das Umweltministerium, das einen elektrisch betriebenen Schwer-Lkw mit Oberleitungsversorgung bis zur Serienreife entwickeln ließ (Projekt ENUBA). Mit seiner Innovationskraft und Flexibilität ist der Schwerverkehr gut für die Zukunft gerüstet. Dies gilt nicht nur für batteriebetriebene Fahrzeuge oder Hybridfahrzeuge im Stadtverkehr, sondern auch in der Gesamtperspektive: Dazu braucht es Pragmatiker in der Politik - so wie Minister Dobrindt.

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