Auswirkungen der Mautänderungen zum 1.7.2015 und zum 1.10.2015 auf die Kostensituation von Transportlogistikunternehmen

Seit ihrer Einführung im Jahr 2005 gab es bereits diverse Änderungen bei der deutschen Lkw-Maut, aber noch nie wurden – wie im Jahr 2015 – drei Änderungen innerhalb von 12 Monaten vollzogen. Zu Beginn des Jahres wurden zunächst die Höhe und die Struktur der Mautsätze geändert, um eine Anpassung an das Wegekostengutachten von 2013 und eine Anlastung der Kosten aus der Luftverschmutzung zu vollziehen. Sechs Monate später, am 1.7.2015, wurden weitere 1.100 Kilometer vierstreifiger Bundesstraßen in die Bemautung einbezogen. Das mautpflichtige Fernstraßennetz umfasst seitdem mehr als 15.000 Kilometer. Nach nur drei weiteren Monaten, am 1.10.2015, fand erneut eine Änderung der Mautsätze statt. Diesmal wird die Änderung mit einer neuen Achsklassenaufteilung – statt bisher zwei nun vier Klassen – verbunden. Seit 1.10.2015 gilt darüber hinaus eine neue Mautpflichtgrenze. Zehn Jahre nach Einführung der Mautpflicht für Lkw ab 12,0 t zulässiger Gesamtmasse werden nun auch Lkw mit einer zulässigen Gesamtmasse von 7,5 bis 12,0 t der Bemautung unterworfen.

Diese seitens des BGL vielfach kritisierte Vorgehensweise der Politik führt zu unterschiedlichsten Auswirkungen auf die Kostensituation der Transportlogistikunternehmen. Grundsätzlich ergibt sich jedoch daraus – und das nicht nur bei den längerfristigen Kontrakten – ein vermeidbarer hoher Anpassungsaufwand. Vor allem entzieht sie den Unternehmen Planungssicherheit für Fuhrparkinvestitionen.

Über den nachfolgenden Link stellt der BGL zwei Formulare zur Ermittlung der Gesamtkostenveränderung im Zuge der Mautänderungen zum 1.7. und 1.10.2015 zur Verfügung. Hierbei wird zwischen Fahrzeugen ab 12 t zulässiger Gesamtmasse und Fahrzeugen von 7,5 bis 12 t zGM unterschieden.

Formulare zur Ermittlung der Gesamtkostenveränderung im Zuge der Mautänderungen zum 1.7. und 1.10.2015