Weitere Berufe in der Transportlogistik

Gut ausgebildete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen zur Sicherung der Marktposition des Unternehmens bei. Deshalb investieren Transportlogistikunternehmen in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Ausbildungsberufe in Transport und Logistik führen zu sicheren Arbeitsplätzen. Das Güteraufkommen wird weiter steigen. Güter müssen immer dorthin gebracht werden, wo sie weiterverarbeitet, gelagert oder verbraucht werden. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Transport und Logistik kommissionieren und verpacken die Güter, organisieren den Transport sowie die Transportketten, transportieren die Güter, planen und organisieren logistische Prozesse. Sie werden für diese Aufgaben gut ausgebildet. Einen Überblick über die Berufe in der Transportlogistik gibt gleichfalls der Flyer BEWEG´ WAS. DEINE ZUKUNFT IN TRANSPORT UND LOGISTIK

Profile der weiteren Ausbildungsberufe in der Transportlogistik

Kraftfahrzeugmechatroniker / Kraftfahrzeugmechatronikerin

Kraftfahrzeugmechatroniker/Kraftfahrzeugmechatronikerinnen sind in der Planung, Wartung, Prüfung, Diagnose, Instandsetzung, Aus- und Umrüstung von Kraftfahrzeugen in dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik als auch in den Schwerpunkten Personenkraftwagen-, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik tätig.

Berufsbezeichnung

Kraftfahrzeugmechatroniker – Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
Kraftfahrzeugmechatronikerin – Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik

Ausbildungsdauer

3 ½ Jahre

Ausbildungsort

Werkstatt bei Transportlogistikunternehmen/Fahrzeugherstellern/Servicebetrieben
Berufsschule

Abschluss- oder Gesellenprüfung

Teil 1: vor Ende des 2. Ausbildungsjahres
Teil 2: am Ende der Ausbildung

Ausbildungsberufsbild

Die Berufsausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker/zur Kraftfahrzeugmechatronikerin gliedert sich in berufsprofilgebende und integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

  • Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    • Gemeinsame Inhalte:
      • Bedienen von Fahrzeugen und Systemen,
      • Außer Betrieb nehmen und in Betrieb nehmen von fahrzeugtechnischen Systemen,
      • Messen und Prüfen an Systemen,
      • Durchführen von Service- und Wartungsarbeiten,
      • Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen und Systemen,
      • Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen,
      • Durchführen von Untersuchungen an Fahrzeugen nach rechtlichen Vorgaben,
      • Aus-, Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen

    • Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik:
      • Außer Betrieb nehmen und in Betrieb nehmen von fahrzeugtechnischen Systemen,
      • Messen und Prüfen an Systemen,
      • Durchführen von Service- und Wartungsarbeiten,
      • Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen und Systemen,
      • Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen,
      • Aus-, Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen.

  • Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten

    • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
    • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
    • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
    • Umweltschutz,
    • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Bewerten von Arbeitsergebnissen,
    • Betriebliche und technische Kommunikation,
    • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen.


Abschluss- oder Gesellenprüfung

Teil 1 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

In 3 Stunden hat der Prüfling aus dem Prüfungsbereich Serviceauftrag eine praktische Arbeitsaufgabe, die aus mehreren Teilaufgaben bestehen kann und Kundenaufträgen entspricht, durchzuführen, ein situatives Fachgespräch von höchstens 10 Minuten zu führen und in  120 Minuten schriftliche Aufgaben zu lösen.

An mindestens einem der nachfolgenden Systeme

  • Bordnetzsystem,
  • Beleuchtungssystem,
  • Ladestromsystem,
  • Startsystem oder
  • Bremsmechanik

sind Messungen und Prüfungen durchzuführen und dabei Fehler, Störungen und deren Ursachen festzustellen, Mess- oder Prüfprotokolle anzufertigen sowie eine fahrzeugtechnische Baugruppe zu demontieren, zu warten, zu montieren und eine Dokumentation zu erstellen. Der Prüfling soll zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die relevanten, fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung begründen kann.

Teil 2 der Abschluss- oder Gesellenprüfung

Teil 2 der Abschluss- oder Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:

  • Kundenauftrag
    In 5 Stunden soll der Prüfling drei gleichwertige Arbeitsaufgaben bearbeiten, einschließlich eines situativen Fachgespräches von höchstens 20 Minuten. Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist,
    • Arbeitsabläufe selbstständig zu planen, umzusetzen und die Ergebnisse zu dokumentieren,
    • Informationssysteme zu nutzen, mit Kunden zu kommunizieren,
    • Fahrzeuge und Systeme zu bedienen und zu erklären,
    • fahrzeugtechnische Systeme außer und in Betrieb zu nehmen,
    • Systemfunktionen zu überprüfen, Diagnosesysteme einzusetzen, Fehler und Störungen zu diagnostizieren,
    • Fahrzeuge und deren Systeme instand zu setzen oder nachzurüsten,
    • Ergebnisse zu dokumentieren, Mess- und Prüfprotokolle anzufertigen und zu analysieren,
    • Probleme und deren Lösungen darzustellen und fachliche Hintergründe aufzuzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung des Kundenauftrages zu begründen.

Dabei sind folgende Tätigkeiten zu Grunde zu legen:

    • Überprüfen von Fahrzeugen oder Fahrzeugsystemen nach Herstellervorgaben oder straßenverkehrszulassungsrechtlichen Vorschriften,
    • Diagnostizieren von Fehlern, Störungen und deren Ursachen an mindestens einem der folgenden Systeme:
      • Bremssystem,
      • Fahrwerkssystem,
      • Kraftübertragungssystem,
      • Antriebssystem,
      • Komfortsystem,
      • Sicherheitssystem,
      • Hochvoltsystem oder
      • vernetzte Systeme,
    • Instandsetzen von Fahrzeugen oder Fahrzeugsystemen.

 

  • Kraftfahrzeug- und Instandhaltungstechnik
    In 120 Minuten sind schriftliche Aufgaben, die sich auf Kundenaufträge beziehen, zu bearbeiten. Dabei soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist:
    • kraftfahrzeugtechnische Systeme und deren Funktionen zu beschreiben,
    • Problemanalysen durchzuführen, technologische und mathematische Sachverhalte zu analysiere, zu bewerten, Vorgehensweisen und Lösungswege darzustellen,
    • Sicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen, zulassungsrechtliche Vorschriften sowie die Methoden der Instandhaltung unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements und der Grundsätze der Kundenorientierung anzuwenden und Ergebnisse zu bewerten,
    • für die Instandhaltung erforderliche Ersatzteile, Werkzeuge, Mess- und Prüfgeräte sowie Werkstatteinrichtungen und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regelen und Herstellerangaben auszuwählen,
    • Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe zu planen,
    • branchenbezogene Software zu nutzen und Daten auszuwerten sowie
    • elektrotechnische Arbeiten an Hochvoltkomponenten unter Anwendung der Sicherheitsvorschriften darzustellen.

 

  • Diagnosetechnik
    In 120 Minuten sind Aufgaben, die sich auf Kundenaufträge beziehen, schriftlich zu bearbeiten. Dabei soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist:
    • Problemanalysten durchzuführen, technologische und mathematische Sachverhalte zu analysieren. zu bewerten, Vorgehensweisen und Lösungswege darzustellen,
    • Informationen aus Funktions-, Schalt- und Vernetzungsplänen, branchenbezogener Software sowie Herstelleranweisungen auszuwerten,
    • Störungen, Fehler und deren Ursachen systematisch einzugrenzen,
    • Ergebnisse der eingesetzten Mess-, Prüf- und Diagnosegeräte sowie Kundenhinweise zu nutzen, auszuwerten und zu bewerten,
    • die Vernetzung von Systemen des Kraftfahrzeuges zu beschreiben und zu analysieren.

 

  • Wirtschafts- und Sozialkunde
    In 60 Minuten sind praxisbezogene Aufgaben zu bearbeiten. Dabei soll der Prüfling nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.


Berufliche Fähigkeiten

  • Diagnostizieren von Fehlern und Störungen an Fahrzeugen,
  • Durchführen von Service- und Wartungsarbeiten,
  • Demontieren, Reparieren und Montieren von Bauteilen, Baugruppen und Systemen,
  • Durchführen von Untersuchungen an Fahrzeugen nach rechtlichen Vorgaben,
  • Bedienen von Fahrzeugen und Systemen,
  • Außer- und Inbetriebnahme von fahrzeugtechnischen Systemen,
  • Messen und Prüfen an Systemen,
  • Aus-, Um- und Nachrüsten von Fahrzeugen,
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Bewerten von Arbeitsergebnissen,
  • Betriebliche und technische Kommunikation,
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen.
Fachlagerist / Fachlageristin

Qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Lagerbereich werden immer wichtiger denn je sein. Die rasante Entwicklung von Logistiksystemen im Bereich Lager- und Kommunikationstechniken hält unvermindert an. Zum Lagern der Güter werden z. B. Gabelstapler und Regalfahrzeuge genutzt. Informations- und Kommunikationsgeräte wie PC und Telefon gehören zu den Arbeitsmitteln, ebenso Waagen, Zähleinrichtungen und andere Lagerhilfsgeräte.

Berufsbezeichnung

Fachlagerist
Fachlageristin

Ausbildungsdauer

2 Jahre

Die Berufsausbildung kann zur Fachkraft für Lagerlogistik fortgesetzt werden.

Ausbildungsort

Lager/Transportlogistikunternehmen/Spedition
Berufsschule

Besondere Anforderungen

Körperliche Fitness, denn trotz aller technischer Hilfsmittel wird sich im Lager der Zukunft das Tragen und Heben der Waren nicht vermeiden lassen.

Prüfung

Zwischenprüfung:  Ende des 1. Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung: Ende des 2. Ausbildungsjahres

Ausbildungsinhalte

1. Ausbildungsjahr

  • Güter auszeichnen, sortieren und zur Lagerung vorbereiten und unter Einlagerungsvorschriften einlagern
  • Arbeits- und Fördermittel auswählen, einsetzen und pflegen sowie deren Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft kontrollieren
  • Güter annehmen, dabei Begleitpapiere auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen
  • Quantitative und qualitative Güterkontrolle durchführen und ggf. Mängel beseitigen lassen
  • Rückgabe von Leergut, Verpackung und Ladehilfsmittel durchführen und dokumentieren
  • Güter dem Bestimmungsort zuleiten

2. Ausbildungsjahr

  • Güter entsprechend ihrer Eigenschaften (z. B. Gefahrgüter, verderbliche Ware) handhaben
  • Lagerbestände kontrollieren und Abweichungen melden
  • Güter kommissionieren und verpacken
  • Zusammengestellte Sendungen und Begleitpapiere auf Vollständigkeit prüfen, Transportgüter kennzeichnen, beschriften und sichern
  • Sendungen für vorgegebene Verkehrsmittel verladefertig bereitstellen
  • Gewicht und Raumbedarf von Gütern ermitteln
  • Ladungen sichern und Verschlussvorschriften anwenden
  • fremdsprachige Fachausdrücke anwenden, fremdsprachige Formulare bearbeiten

Prüfung

Zwischenprüfung

In 90 Minuten hat der Prüfling eine Arbeitsaufgabe aus den folgenden Gebieten durchzuführen und dabei zu zeigen, dass er die Arbeitsmittel auswählen und nach ihrer Kontrollfunktionsfähigkeit anwenden kann:

  • Entladen und Kontrollieren einer Lieferung
  • Einlagern von Gütern nach Güterarten

 

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen:

  • Praktische Arbeitsaufgaben

    In 180 Minuten sind zwei Aufgaben durchzuführen. Dabei sind Arbeitsschritte zu planen, Arbeitsmittel festzulegen und die Arbeitsergebnisse zu kontrollieren. Die Wirtschaftlichkeit, der Sicherheits- und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, der Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen sind zu berücksichtigen.

    Prüfungsgebiete können sein:
    • Annahme und Lagerung einschließlich Güterkontrolle
    • Erfassen von Güterbewegungen unter Anwendung betrieblicher Informations- und Kommunikationsmittel
    • Kommissionierung und Versand

 

  • Schriftliche Prüfung

    In je  90 Minuten sind schriftlich praxisbezogene Aufgaben zu lösen. Lagerlogistische Abläufe sind dabei nach Gütereigenschaften und rechtlichen Vorschriften zu bewerten und zu bearbeiten. Informationstechnische, organisatorische, technologische und mathematische Gegebenheiten sind zu berücksichtigen.

    Prüfungsgebiete sind:

    • Lagerprozesse
      Die  Aufgaben kommen aus den Prüfungsgebieten:
      • Annahme und Lagerung
      • Kommissionierung und Verpackung
      • Versand
    • Güterbewegung
      Die  Aufgaben kommen aus den Prüfungsgebieten:
      • Einsatz von Arbeitsmitteln
      • Erfassen von Güterbewegungen
      • Lagerorganisation und Arbeitsabläufe
    • Wirtschafts- und Sozialkunde
      In 60 Minuten sind praxisbezogene Aufgaben zu bearbeiten. Allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt sollen dabei dargestellt werden.

 

Berufliche Fähigkeiten

Fachlageristen/Fachlageristinnen nehmen Güter an und prüfen anhand der Begleitpapiere die Art, Menge und Beschaffenheit der Lieferungen. Danach lagern sie die Güter art- und umweltgerecht oder leiten sie dem Bestimmungsort im Betrieb zu. Gibt es etwas zu beanstanden, informieren sie den Auftraggeber oder bereiten die Rückgabe vor. Um Auskunft über Warenbestand und Lagerort geben zu können, erfassen sie mit PC die Güter in Listen oder Karteien. Sie kontrollieren in regelmäßigen Abständen den Bestand und führen Maßnahmen der Bestandspflege durch. Für den Warenausgang verpacken sie die Güter, erstellen Begleitpapiere und stellen Ladeeinheiten zusammen.

Fachlageristen/Fachlageristinnen sind qualifiziert, betriebswirtschaftliche und technische Tätigkeiten, vor allem in den nachstehenden Funktionsbereichen, selbständig zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren:

  • Einsatz und Pflege von Arbeitsmitteln und Flurförderzeugen
  • Annehmen von Gütern
  • Lagern von Gütern
  • Kommissionieren und Verpacken von Gütern und Sendungen
  • Nutzen von Informations- und Kommunikationssystemen 
  • Verladen und Verstauen von Sendungen im Transportmittel anhand der Begleitpapiere
Fachkraft für Lagerlogistik

Qualifizierte Mitarbeiter im Lagerbereich werden immer wichtiger denn je sein. Die rasante Entwicklung von Logistiksystemen im Bereich Lager- und Kommunikationstechniken hält unvermindert an. Umgang mit moderner Technik, wie Fördergeräte und Hebefahrzeuge, PC oder Barcodesysteme gehören zu den Tätigkeitsfeldern.

Berufsbezeichnung

Fachkraft für Lagerlogistik

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsort

Lager/Transportlogistikunternehmen/Spedition
Berufsschule

Besondere Anforderungen

Körperliche Fitness, denn trotz aller technischer Hilfsmittel wird sich im Lager der Zukunft das Tragen und Heben der Waren nicht vermeiden lassen.

Prüfung

Zwischenprüfung:  Mitte des 2. Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung: Ende des 3. Ausbildungsjahres

Ausbildungsinhalte

Ziel der Ausbildung ist eine breit fundierte Handlungskompetenz mit den Fähigkeiten zum Denken in Zusammenhängen, Flexibilität, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie mitarbeiter- und kundenorientiertem Verhalten.

1. Ausbildungsjahr

  • Güter auszeichnen, sortieren und zur Lagerung vorbereiten und unter Einlagerungsvorschriften einlagern
  • Arbeits- und Fördermittel auswählen, einsetzen und pflegen, Funktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft kontrollieren
  • Güter annehmen, dabei Begleitpapiere auf Richtigkeit und Vollständigkeit prüfen
  • Quantitative und qualitative Güterkontrolle durchführen und ggf. Mängel beseitigen lassen
  • Rückgabe von Leergut, Verpackung und Ladehilfsmittel durchführen und dokumentieren
  • Güter dem Bestimmungsort zuleiten

2. Ausbildungsjahr

  • Güter, insbesondere Gefahrgüter und verderbliche Ware, entsprechend ihrer Eigenschaften handhaben
  • Lagerbestände kontrollieren und Abweichungen melden
  • Güter kommissionieren und verpacken
  • Zusammengestellte Sendungen und Begleitpapiere auf Vollständigkeit prüfen, Transportgüter kennzeichnen, beschriften und sichern
  • Sendungen für vorgegebene Verkehrsmittel verladefertig bereitstellen
  • Gewicht und Raumbedarf von Gütern ermitteln
  • Ladungen sichern und Verschlussvorschriften anwenden
  • fremdsprachige Fachausdrücke anwenden, fremdsprachige Formulare bearbeiten, fachspezifisch kommunizieren

3. Ausbildungsjahr

  • Lagerkennzahlen berechnen, auswerten und dokumentieren
  • Ladelisten und Beladepläne unter Beachtung der Ladevorschriften erstellen
  • Versand- und Begleitpapiere bearbeiten und außenwirtschaftliche Vorschriften beachten
  • Bei der Erstellung des Tourenplans mitwirken
  • Lade- und Transporthilfsmittel disponieren
  • Annahme von Gütern
  • Umschlagaufgaben im Rahmen des logistischen Konzepts in ihrem zeitlichen und technischen Ablauf abstimmen und durchführen

Prüfung

Zwischenprüfung

In 90 Minuten hat der Prüfling eine Arbeitsaufgabe aus den folgenden Gebieten durchzuführen und dabei zeigen, dass er die Arbeitsmittel auswählen und nach Kontrolle der Funktionsfähigkeit anwenden kann:

  • Entladen und Kontrollieren einer Lieferung
  • Einlagern von Gütern nach Güterarten

Abschlussprüfung

Im praktischen Teil hat der Prüfling in 5 Stunden zwei Aufgaben einschließlich eines 15-minütigen Fachgesprächs auszuführen. Schriftlich sind in 240 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Prüfungsbereichen

  • Prozesse der Lagerlogistik
  • Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag
  • sowie Wirtschafts- und Sozialkunde

zu bearbeiten. Dabei sind lagerlogistische Abläufe nach Gütereigenschaften und rechtlichen Vorschriften zu bewerten und zu lösen. Informationstechnische, organisatorische, technologische und mathematische Gegebenheiten sind zu berücksichtigen.

Für die Prüfungsgebiete kommen folgende Arbeitsaufgaben in Betracht:

  • Praktische Arbeitsaufgaben
    • Erfassung von Güterbewegungen unter Anwendung betrieblicher Informations- und Kommunikationsmittel
    • Erstellen eines Beladeplans für unterschiedliche Güter unter Berücksichtigung eines Tourenplans
    • versandfertiges Verpacken von Gütern, Beladen und Sichern der Ladung
    • und Auslagern von Gütern unter Berücksichtigung der Umschlaghäufigkeit, der Güterbeschaffenheit und der Wegzeiten
    • Feststellen und Dokumentieren von Mängeln, Ergreifen von Maßnahmen zur Mängelbeseitigung
  • Prozesse der Lagerlogistik
    • Annahme und Lagerung von Gütern
    • Kommissionierung und Verpackung
    • Versand
  • Rationeller und qualitätssichernder Güterumschlag
    • Einsatz von Arbeitsmitteln
    • Erfassung und Dokumentation des Güterumschlages
    • Lager- und Transportorganisation, Arbeitsabläufe
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
    Der Prüfling soll zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.

 

Berufliche Fähigkeiten

Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Güter an und prüfen anhand der Begleitpapiere und mittels bestimmter Hilfsmittel die Art, Menge und Beschaffenheit der Lieferungen. Sie organisieren die Entladung, planen den Bestimmungsort im Betrieb und lagern sie. Um den guten Zustand der Güter zu gewährleisten, ermitteln sie Luftfeuchtigkeit, Temperatur u. ä. und planen entsprechend Maßnahmen. Sie planen Touren, erstellen Begleitpapiere, stellen Ladeeinheiten zusammen, ermitteln Verpackungskosten und verpacken die Güter. Für das Verladen der Güter planen sie die Arbeitsabläufe, stellen die geeigneten Fördermittel und Ladehilfen bereit, verladen die Güter und bearbeiten die Versandpapiere.

Darüber hinaus optimieren Fachkräfte für Lagerlogistik den Informations-, Material- und Warenfluss – und zwar von der Beschaffung bis zum Absatz. Sie erkunden Warenbezugsquellen, erarbeiten Angebotsvergleiche, bestellen Waren, veranlassen deren Bezahlung, berechnen Lagerkennziffern und führen Inventurarbeiten und einfache Jahresabschlüsse durch.

Fachkräfte für Lagerlogistik sind qualifiziert, betriebswirtschaftliche und technische Tätigkeiten, vor allem in den nachstehenden Funktionsbereichen, selbständig zu planen, durchzuführen und zu kontrollieren:

  • Mitwirken bei logistischen Planungs- und Organisationsprozessen
  • Erstellen von Ladelisten/Beladepläne unter Beachtung von Ladevorschriften
  • Bearbeiten von Versand- und Begleitpapieren
  • Mitwirken bei der Erstellung der Tourenpläne
  • Durchführen von Versandaufzeichnungen
  • Planen, organisieren und überwachen des Einsatzes von Arbeits- und Fördermitteln
  • Kommunizieren und kooperieren mit vorausgehenden und nachfolgenden Funktionsbereichen 
  • Arbeiten team- und kundenorientiert
  • Anwenden von fachspezifischen Fremdsprachenkenntnissen
Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft führen ihre Arbeiten selbstständig auf der Grundlage von technischen Unterlagen und Regeln sowie Rechtsgrundlagen durch. Sie beschaffen Informationen, planen und koordinieren ihre Arbeit. Dabei dokumentieren sie ihre Leistungen und ergreifen Maßnahmen zur Qualitätssicherung, zur Sicherheit, zum Gesundheits- und zum Umweltschutz bei der Arbeit.

Berufsbezeichnung

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Struktur

3 Schwerpunkte

  • Logistik, Sammlung und Vertrieb
  • Abfallverwertung und -behandlung
  • Abfallbeseitigung und -behandlung

Ausbildungsort

Transportlogistikunternehmen/Entsorgungsunternehmen
Berufsschule

Prüfung

Zwischenprüfung:  vor Ende des 2. Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung: Ende des 3. Ausbildungsjahres

Ausbildungsinhalte

Ziel der Ausbildung ist eine breit fundierte Handlungskompetenz mit den Fähigkeiten zum Denken in Zusammenhängen, Flexibilität, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein.

Während der gesamten Ausbildungsdauer

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz

1. - 15. Ausbildungsmonat
Gemeinsame Kernqualifikationen

  • Betriebswirtschaftliche Prozesse, Arbeitsorganisation
  • Information und Dokumentation, qualitätssichernde Maßnahmen
  • Umweltschutztechnik, ökologische Kreisläufe und Hygiene
  • Grundlagen der Maschinen- und Verfahrenstechnik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Umgang mit elektrischen Gefahren
  • Anwenden naturwissenschaftlicher Grundlagen
  • Werk-, Hilfs- und Gefahrstoffe, gefährliche Arbeitsstoffe, Werkstoffbearbeitung
  • Lagerhaltung, Arbeitsgeräte und Einrichtungen

16. - 36. Ausbildungsmonat
Berufsspezifische Fachqualifikationen

  • Sicherheitsvorschriften und Betriebsanweisungen
  • Kundenorientiertes Handeln
  • Kaufmännisches Handeln
  • Abfälle und Abfallannahme
  • Abfallentsorgungsverfahren
  • Betrieb und Instandhaltung
  • Stoffströme, Logistik und Disposition
  • Qualitätssichernde Maßnahmen
  • Informationstechnik
  • Rechtsvorschriften und technische Regelwerke

  • Schwerpunkt Logistik, Sammlung und Vertrieb
    • Kaufmännisches Handeln
    • Stoffströme, Logisitk und Disposition
    • Sicherheitsvorschriften und Betriebsanweisungen

  • Schwerpunkt Abfallverwertung und -behandlung
    • Abfallentsorgungsverfahren
    • Betrieb und Instandhaltung
    • Stoffströme, Logistik und Disposition
    • Sicherheitsvorschriften und Betriebsanweisungen

  • Schwerpunkt Abfallbeseitigung und -behandlung
    • Abfallentsorgungsverfahren
    • Betrieb und Instandhaltung
    • Stoffströme, Logistik und Disposition
    • Sicherheitsvorschriften und Betriebsanweisungen

 

Prüfung

Zwischenprüfung

Schriftlicher Teil
In 180 Minuten hat der Prüfling schriftlich praxisbezogene Fälle oder Aufgaben in folgenden Prüfungsgebieten zu lösen:

  • Umweltschutztechnik, ökologische Kreisläufe und Hygiene
  • Anlagen- und Maschinentechnik
  • Mess- und Analysentechnik
  • Werk-, Hilfs- und Gefahrstoffe, gefährliche Arbeitsstoffe


Praktischer Teil
In 7 Stunden hat der Prüfling eine praktische Aufgabe, die aus mehreren Teilaufgaben bestehen kann, durchzuführen.

Für die praktische Aufgabe kommen in Betracht:

  • Bearbeiten von Werkstoffen
  • Montieren, Demontieren und Warten von Bauteilen oder Arbeitsgeräten
  • Proben nehmen
  • Messen physikalischer Größen und Durchführen von Untersuchungen
  • Einsetzen technischer Kommunikationsmittel

Abschlussprüfung

Schriftlicher Teil
In 300 Minuten hat der Prüfling schriftlich praxisbezogene Aufgaben oder Fälle in folgenden Prüfungsfächern zu bearbeiten:

  • Abfallwirtschaftliche Prozesse
    In 180 Minuten hat der Prüfling Aufgaben aus folgenden Gebieten zu lösen:

    Hygiene – Abfallzusammensetzung – Abfallsammlung und Transport – Verwertung und Beseitigung – naturwissenschaftliche Prozesse – Betrieb und Instandhaltung.

  • Kaufmännisches Handeln und Recht
    In 60 Minuten hat der Prüfling Aufgaben aus folgenden Gebieten zu lösen:

    Informationstechnik – kundenorientiertes Handeln – Rechtsvorschriften und Regelwerke – Abfalldisposition.

  • Wirtschafts- und Sozialkunde
    In 60 Minuten soll der Prüfling zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.

Praktischer Teil
In 10 Stunden hat der Prüfling drei praktische Aufgaben, darunter zwei gemeinsame und eine schwerpunktbezogene Aufgabe, durchzuführen.

Für die gemeinsamen Aufgaben kommen in Betracht:

  • Identifizieren, Deklarieren und Untersuchen von Abfällen sowie deren Zuordnung zu den entsprechenden Entsorgungswegen
  • Bedienen und Warten von Einrichtungen der Abfallbehandlung

Für die schwerpunktbezogene Aufgabe kommt in Betracht:

  • Schwerpunkt Logistik, Sammlung und Vertrieb:
    Durchführen einer logistischen Aufgabe
  • Schwerpunkt Abfallverwertung und -behandlung:
    Durchführen einer Aufgabe der Abfallverwertung und -behandlung
  • Schwerpunkt Abfallbeseitigung und -behandlung:
    Durchführen einer Aufgabe der Abfallbeseitigung und -behandlung.

 

Berufliche Fähigkeiten

Gemeinsame Fähigkeiten

  • Annehmen von Abfällen; Identifizieren, Untersuchen und Deklarieren von Abfällen
  • Zuordnen von Abfällen zu Entsorgungssystemen
  • Disponieren von Behältern und Fahrzeugen unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheitsvorschriften
  • Steuern und Kontrollieren technischer Abläufe
  • Bedienen, Überwachen, Inspizieren, Warten und Reparieren von Anlagen der Abfallverwertung, Abfallbehandlung und Abfallbeseitigung
  • Dokumentieren und Auswerten der Arbeits- und Betriebsabläufe
  • Erkennen von Betriebsstörungen und eigenständiges Reagieren
  • Kundenorientiertes Handeln und Anwenden von entsprechenden Informations- und Kommunikationstechniken
  • Kosten-, umwelt- und hygienebewusstes Arbeiten
  • Anwenden von fachbezogenen Rechtsvorschriften, technischen Regeln sowie Vorschriften der Arbeitssicherheit unter Berücksichtigung des Qualitätsmanagements
  • Beschaffen von Informationen
  • Selbstständiges Durchführen der Arbeiten auf der Grundlage von technischen Unterlagen und Regeln sowie Rechtsgrundlagen
  • Planen und Koordinieren der Arbeit
  • Dokumentieren der Leistungen und Ergreifen von Maßnahmen zur Qualitätssicherung, zur Sicherheit, zum Gesundheits- und zum Umweltschutz bei der Arbeit

  • Schwerpunkt Logistik, Sammlung und Vertrieb
    • Ermitteln von Kosten und Kalkulieren von Leistungen
    • Zusammenstellen von Lagerein- und -ausgängen unter Berücksichtigung der Qualitäts- und Mengenangaben
    • Durchführen der Einsatzplanung und Mitwirkung bei der Tourenoptimierung

  • Schwerpunkt  Abfallverwertung und -behandlung
    • Anwenden von Reinigungsverfahren für Sekundärrohstoffe
    • Durchführen von Probenahme, Probenvorbereitung, Probenahmeprotokoll und Güteüberwachung
    • Vertreiben von Verwertungsprodukten und Sekundärrohstoffen

  • Schwerpunkt  Abfallbeseitigung und -behandlung
    • Durchführen verschiedener Abfallbehandlungsverfahren
    • Nachhalten von Stoffströmen hinsichtlich Menge, Quualität und Güte im Anlagensystem
    • Durchführen von Messungen für die Steuerung der Anlagen und für die Immissionsbetrachtungen
Kaufmann für Büromanagement / Kauffrau für Büromanagement

Kaufleute für Büromanagement organisieren und koordinieren bürowirtschaftliche sowie projekt- und auftragsbezogene Abläufe. Sie unterstützen betriebliche Prozesse, recherchieren Daten und Informationen und bereiten Präsentationen vor oder sie erfassen, kontrollieren und bewerten Bestände in der Lagerwirtschaft.

Berufsbezeichnung

Kaufmann für Büromanagement
Kauffrau für Büromanagement

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsort

Transportlogistikunternehmen/Spedition/Öffentlicher Dienst
Berufsschule

Struktur der Berufsausbildung

Ausbildungsberuf mit Wahlqualifikation

Gestreckte Abschlussprüfung

Teil 1: Mitte des 2. Ausbildungsjahres
Teil 2: Ende der Berufsausbildung

Ausbildungsinhalte

Während der gesamten Ausbildungszeit

  • Berufsbildung
  • arbeits-, sozial-, mitbestimmungsrechtliche und tarif- oder beamtenrechtliche Vorschriften
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • wirtschaftliches und nachhaltiges  Denken und Handeln
  • qualitätsorientiertes Handeln in Prozessen
  • Kooperation und Teamarbeit
  • Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben

1. bis 15. Ausbildungsmonat

  • Informationsmanagement
  • Informationsverarbeitung
  • Stellung, Rechtsform und Organisationsstruktur
  • Datenschutz und Datensicherheit
  • Informationsbeschaffung und Umgang mit Informationen
  • bürowirtschaftliche Abläufe
  • Koordinations- und Organisationsaufgaben
  • Arbeits-, und Selbstorganisation, Organisationsmittel
  • Arbeitsplatzergonomie
  • Beschaffung von Material und externen Dienstleistungen
  • Produkt- und Dienstleistungsangebot

16. bis 36. Ausbildungsmonat

  • Kundenbeziehungsprozesse
  • Auftragsbearbeitung und -nachbearbeitung
  • personalbezogene Aufgaben
  • kaufmännische Steuerung
  • Kommunikation
  • Auftragssteuerung und -koordination
  • kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen
  • Einkauf und Logistik
  • Marketing und Vertrieb
  • Personalwirtschaft
  • Assistenz und Sekretariat
  • Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement
  • Verwaltung und Recht oder
  • öffentliche Finanzwirtschaft


Gestreckte Abschlussprüfung

Teil 1 der Abschlussprüfung (Mitte des 2. Ausbildungsjahres)

Prüfungsbereich

  • Informationstechnisches Büromanagement
    In 120 Minuten sollen berufstypische Aufgaben schriftlich computergestützt bearbeitet werden. Dabei soll nachgewiesen werden, dass im Rahmen eines ganzheitlichen Arbeitsauftrages Büro- und Beschaffungsprozesse organisiert und kundenorientiert bearbeitet werden können. Unter Anwendung von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen soll recherchiert, dokumentiert und kalkuliert werden.

Teil 2 der Abschlussprüfung (Ende der Berufsausbildung)

Prüfungsbereich

  • Kundenbeziehungsprozesse
    In 150 Minuten sind schriftlich berufstypische Aufgaben zu bearbeiten. Dabei sollen Aufträge kundenorientiert abgewickelt, personenbezogene Aufgaben wahrgenommen und Instrumente der kaufmännischen Steuerung eingesetzt werden

  • Fachaufgabe in der Wahlqualifikation (fallbezogenes Fachgespräch)
    Zur Vorbereitung auf das 20-minütige Fachgespräch kann zwischen zwei Varianten gewählt werden:
    • Erstellung eines dreiseitigen Reports über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe der Zusatzqualifikation für jede der beiden festgelegten Wahlqualifikationen

      oder

    • die Bearbeitung und Entwicklung von Lösungswegen einer von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben, die der Prüfungsausschuss zur Wahl stellt. Zur Vorbereitung auf das Fachgespräch werden zwei 20 Minuten Vorbereitungszeit eingeräumt.

  • Wirtschafts- und Sozialkunde
    In 90 Minuten soll der Prüfling zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.

  • Zusatzqualifikation (dritte Wahlqualifikation)
    Zur Vorbereitung auf das 20-minütige Fachgespräch kann zwischen zwei Varianten gewählt werden:
    • Erstellung eines dreiseitigen Reports über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe der Zusatzqualifikation

      oder

    • die Bearbeitung und Entwicklung von Lösungswegen einer von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben, die der Prüfungsausschuss zur Wahl stellt. Zur Vorbereitung auf das Fachgespräch werden zwei 20 Minuten Vorbereitungszeit eingeräumt.

 

Berufliche Fähigkeiten

  • Organisieren, Koordinieren, Durchführen und Reflektieren bürowirtschaftlicher sowie projekt- und auftragsbezogener Abläufe
  • Kooperieren und Kommunizieren mit internen und externen Partnern
  • Recherchieren, Aufarbeiten und Präsentieren von Daten sowie Informationen, Erstellen schriftlicher Dokumente
  • Gestalten und Dokumentieren von Kundenbeziehungen
  • Bearbeiten von Beschaffungsvorgängen
  • Unterstützen und Dokumentieren personalbezogener Aufgaben
  • Anwenden von Buchungssystemen und Instrumenten des Rechnungswesens
  • Einhalten von Datenschutz und Datensicherheit
  • Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen
  • Berücksichtigen von rechtlichen Vorgaben
  • Anwenden einer Fremdsprache
Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung / Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung sind Dienstleister des nationalen und internationalen Güterverkehrs. Sie sind in Unternehmen tätig, die den Transport von Gütern und sonstige logistische Dienstleistungen organisieren, steuern, überwachen und abwickeln. Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung arbeiten vor allem in den Bereichen Leistungserstellung, Auftragsabwicklung und Absatz. Sie nehmen ihre Aufgaben im Rahmen betrieblicher Anweisungen und der maßgebenden Rechtsvorschriften selbstständig wahr und treffen Vereinbarungen mit Geschäftspartnern.

Berufsbezeichnung

Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung
Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Ausbildungsort

Transportlogistikunternehmen/Spedition
Berufsschule

Prüfung

Zwischenprüfung: Mitte des 2. Ausbildungsjahres
Abschlussprüfung: Ende des 3. Ausbildungsjahres

Ausbildungsinhalte

Ziel der Ausbildung ist eine breit fundierte Handlungskompetenz mit den Fähigkeiten zum Denken in Zusammenhängen, Flexibilität, Genauigkeit und Verantwortungsbewusstsein unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie mitarbeiter- und kundenorientiertem Verhalten.

1. Ausbildungsjahr

  • Leistungsmerkmale des Straßen-, Schienen- und Luftfrachtverkehrs sowie der Binnen- und Seeschifffahrt vergleichen
  • Eignung der Verkehrsträger für bestimmte Transportgüter unter Berücksichtigung rechtlicher Bedingungen und Beschränkungen ermitteln
  • Möglichkeiten der Verknüpfung von Leistungen der Verkehrsträger nutzen
  • Verkehrsverbindungen unter Berücksichtigung verkehrsgeografischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte festlegen
  • Kundenwünsche ermitteln, Kunden beraten sowie Angebote über speditionelle Leistungen für Kunden erstellen
  • Kunden organisatorische und zeitliche Abläufe sowie Möglichkeiten der Sendungsverfolgung erläutern
  • Eingangsrechnungen kontrollieren und bearbeiten
  • Betriebssystem, Standardsoftware und betriebsspezifische Software anwenden
  • englischsprachige Dokumente ausstellen und branchenübliche englischsprachige Informationen nutzen
  • Aufbau der betrieblichen Kostenrechnung und Funktion des Controllings erklären
  • Kosten und Erträge von erbrachten Dienstleistungen berechnen und bewerten
  • Rechtsgrundlagen des Speditionsvertrages und die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten der Vertragspartner erläutern

2. Ausbildungsjahr

  • Angebote einholen, vergleichen und bewerten
  • Begleitpapiere und Dokumente beschaffen, vervollständigen und ausstellen
  • Lieferbedingungen und Frankaturvorschriften anwenden
  • Einsatzmöglichkeiten im kombinierten Verkehr bewerten
  • Organisation der Beförderung als Kernleistung speditioneller Betätigung beschreiben und gegenüber dem Selbsteintritt abgrenzen
  • Dienstleister, insbesondere Frachtführer und Verfrachter, auswählen
  • Beförderungsmittel und technische Geräte unter Beachtung der Be- und Entladefristen disponieren
  • Einsatzbereiche von Umschlagstechniken und -geräten darstellen
  • Eignung von Anlagen, Maschinen und Geräten im Lager für Transport, Förderung und Verpackung beurteilen
  • Güter nach Lagermöglichkeiten unterscheiden
  • Aufzeichnung von Lagerdaten und ihre Weiterleitung innerhalb der Transportkette überwachen sowie Lagerdokumente verwenden
  • Gefahren im Umgang mit Gefahrgut unter Berücksichtigung der Gefahrenklassen und -symbole sowie Stoffeinteilungen beachten
  • branchen- und betriebsübliche allgemeine Geschäftsbedingungen anwenden

3. Ausbildungsjahr

  • bei der Erarbeitung von Leistungsanforderungen an Softwarelösungen mitwirken
  • in englischer Sprache über Produkte informieren und Angebote erstellen
  • mit ausländischen Geschäftspartnern und Kunden in englischer Sprache korrespondieren und kommunizieren
  • Preisangebote auf der Grundlage betrieblicher Kalkulationsregeln erstellen
  • Ausgangsrechnungen erstellen, Kundenreklamationen bearbeiten, Kunden bei Leistungsstörungen informieren, Lösungsalternativen aufzeigen,
  • Schadenfälle abwickeln
  • Vorschriften im grenzüberschreitenden Verkehr sowie zoll- und außenwirtschaftliche Rechtsvorschriften berücksichtigen
  • das Akkreditivverfahren erläutern, Bestimmungen von Akkreditiven bei der Auftragsabwicklung beachten
  • bei der Erarbeitung von Logistikkonzepten mitwirken
  • Abläufe und Aufgabenverteilung bei der Umsetzung logistischer Leistungen darstellen
  • an der Sicherstellung des Daten- und Informationsflusses zwischen den an logistischen Ketten Beteiligten mitwirken
  • Vorgänge dokumentieren, Daten analysieren und für Kunden bereitstellen
  • Rechtsbeziehungen aus Fracht- und Lagerverträgen sowie Verträgen über logistische Dienstleistungen von den Rechtsbeziehungen aus dem Speditionsvertrag abgrenzen
  • Speditionsverträge und Frachtverträge abschließen
  • Rechte und Pflichten aus betrieblichen Haftpflicht- und Sachversicherungsverträgen wahrnehmen
  • Verkehrshaftungs- und Warenversicherungen des Ausbildungsbetriebes nutzen, insbesondere für auftragsbezogene Deckung sorgen
  • Anforderungen an speditionelle und logistische Dienstleistungen insbesondere im Bereich von Produktion, Beschaffung und Distribution ermitteln und bewerten
  • Forderungen und Verbindlichkeiten überwachen und Maßnahmen bei Zahlungsverzug einleiten
  • an kaufmännischen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgaben des Ausbildungsbetriebes mitwirken
  • Daten für die Erstellung von Statistiken beschaffen, Statistiken erstellen und präsentieren
  • Qualitätsmanagement
  • unter Berücksichtigung der betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte Lagerlogistik, Sammelgut- und Systemverkehre, Internationale Spedition oder Logistische Dienstleistungen sind die Berufsbildpositionen prozessorientierte Leistungserstellung in Spedition und Logistik und Verträge, Haftung und Versicherungen zu vertiefen

Prüfung

Zwischenprüfung
In 180 Minuten hat der Prüfling schriftlich praxisbezogene Fälle oder Aufgaben in folgenden Prüfungsbereichen zu lösen:

  • Betriebliche Leistungserstellung
  • Rechnungswesen
  • Wirtschafts- und Sozialkunde


Abschlussprüfung
In 360 Minuten hat der Prüfling schriftlich praxisbezogene Aufgaben oder Fälle in folgenden Prüfungsbereichen zu bearbeiten und ein 30-minütiges Fachgespräch zu führen.

  • Leistungserstellung in Spedition und Logistik
    In 180 Minuten sind Lösungsvorschläge zu speditionellen und logistischen Aufgabenstellungen verkehrsträgerübergreifend zu entwickeln und Möglichkeiten des Marketings zu berücksichtigen. Speditionsaufträge sind verkehrsträgerspezifisch durchzuführen und unter Berücksichtigung rechtlicher Vorschriften und Beförderungsbestimmungen sowie englischsprachige Formulare zu bearbeiten.

    Prüfungsgebiete sind:
    • Transport, Umschlag, Lagerleistungen
    • Logistische Dienstleistungen
    • Marketing

  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
    In 90 Minuten sind praxisbezogene Aufgaben oder Fälle zu lösen. Zum Beispiel sind Preisangebote zu erstellen und Methoden der Erfolgskontrolle anzuwenden.

    Prüfungsgebiete sind:
    • Kosten- und Leistungsrechnung
    • Controlling

  • Wirtschafts- und Sozialkunde
    In 90 Minuten soll der Prüfling zeigen, dass er allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt sowie die Bedeutung der Speditions- und Logistikbranche als Wirtschaftsfaktor darstellen und beurteilen kann.

  • Fallbezogenes Fachgespräch
    In 30 Minuten hat der Prüfling für eine aus zwei praktischen Aufgaben aus dem Gebiet Speditionelle und logistische Leistungen Lösungsvorschläge zu entwickeln und zu begründen. Der betriebliche Ausbildungsschwerpunkt wird bei der Aufgabenstellung berücksichtigt. Im Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er in der Lage ist,
    • wirtschaftliche, technische, ökologische und rechtliche Zusammenhänge zu verstehen
    • betriebspraktische Aufgaben sachgerecht zu lösen
    • Gespräche mit Kunden systematisch und situationsbezogen vorzubereiten und durchzuführen.

Berufliche Fähigkeiten

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung

  • organisieren den Güterversand, den Umschlag und die Lagerung und weitere logistische Leistungen unter Beachtung einschlägiger Rechtsvorschriften und der Belange des Umweltschutzes,
  • steuern und überwachen das Zusammenwirken der an Logistikketten beteiligten Personen und Einrichtungen,
  • nutzen Möglichkeiten der Zusammenfassung von Sendungen zu größeren Ladeeinheiten,
  • besorgen den Versicherungsschutz,
  • berücksichtigen Zoll- und außenwirtschaftliche Bestimmungen,
  • nutzen Informations- und Kommunikationstechnologien,
  • beschaffen Informationen und stellen sie zur Verfügung,
  • korrespondieren und kommunizieren mit ausländischen Geschäftspartnern und Kunden in englischer Sprache und bearbeiten englischsprachige Dokumente,
  • ermitteln Kundenwünsche, beraten und betreuen Kunden,
  • ermitteln und bewerten Leistungsangebote auf dem Transport- und Logistikmarkt,
  • kalkulieren Preise,
  • erarbeiten Angebote und bereiten Verträge vor,
  • bearbeiten Kundenreklamationen und Schadenmeldungen und veranlassen Schadenregulierungen,
  • wickeln Zahlungsvorgänge und Vorgänge des Mahnwesens ab,
  • wirken bei der Ermittlung von Kosten und Erträgen sowie der kaufmännischen Steuerung mit,
  • beobachten den Markt und wirken an der Weiterentwicklung des Leistungsangebots ihres Unternehmens mit,
  • wirken beim Aufbau von Netzwerken zur Zusammenfassung, Beförderung und Auslieferung von Ladungen mit,
  • wirken bei der Entwicklung von Logistikkonzepten mit.

Profile der Fortbildungen in der Transportlogistik

Nach erfolgreicher Berufsausbildung kann eine anerkannte Fortbildung zu einem Meister/einer Meisterin oder zu einem Fachwirt/einer Fachwirtin durchgeführt werden.

Geprüfter Meister für Kraftverkehr / Geprüfte Meisterin für Kraftverkehr

Arbeitsgebiet und Aufgaben

Geprüfte Meister für Kraftverkehr/Geprüfte Meisterinnen für Kraftverkehr vereinen ihr technisches Können im Fuhrpark und ihr betriebswirtschaftliches Geschick im Einsatz von Mitarbeitern und Betriebs- und Beförderungsmitteln. Sie reagieren flexibel auf Veränderungen im technologischen und marktpolitischen Bereich. Sie wirken mit bei der Personalplanung und -entwicklung und des bedarfsgerechten Personaleinsatzes. Ihre Zuständigkeit umfasst die Sicherstellung eines reibungslosen Betriebsablaufes im gewerblichen Bereich sowie die Verantwortlichkeit für die ständige Einsatzfähigkeit der technischen Betriebsmittel und des gesamten Fuhrparks.

Voraussetzungen

Zur Prüfung im Prüfungsteil „Grundlegende Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem der anerkannten Ausbildungsberufe Berufskraftfahrer/Berufskraftfahrerin oder Fachkraft im Fahrbetrieb

    oder

  2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis

    oder

  3. eine mindestens vierjährige Berufspraxis.

Zur Prüfung im Prüfungsteil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  1. das Ablegen des Prüfungsteils „Grundlegende Qualifikationen“, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt,

    und

  2. mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis.


Der Nachweis über die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation ist vorzulegen.

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden auch Bildungsmaßnahmen angeboten, deren Dauer sich an den differenzierten Funktions- und Führungsaufgaben orientiert. Der DIHK-Rahmenplan mit Lernzielen sieht eine Gesamtdauer von 1 060 Unterrichtsstunden vor.

Nachweis der Qualifikation

Die unten beschriebenen Qualifikationen hat der Geprüfte Meister für Kraftverkehr/die Geprüfte Meisterin für Kraftverkehr auf Grund der Rechtsverordnung des Bundes vom 9. Februar 2012 (BGBl. I S. 286) in einer IHK-Prüfung nachgewiesen. Über das Bestehen der Prüfung wurde ein Zeugnis ausgestellt.

Berufliche Qualifikation

Geprüfter Meister für Kraftverkehr/Geprüfte Meisterin für Kraftverkehr verfügen über Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen, die sie in der Regel durch eine einschlägige Berufsausbildung und Berufserfahrung erworben haben. Zur Wahrnehmung ihrer oben beschriebenen Aufgaben verfügen sie über Qualifikationen in folgenden Bereichen:

Grundlegende Qualifikationen

  • Rechtsbewusstes Handeln
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Anwenden von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
  • Zusammenarbeit im Betrieb

Handlungsspezifische Qualifikationen

  • Fuhrparktechnik und Fuhrparkmanagement
    • Fuhrparktechnik
    • Fuhrparkmanagement
  • Organisation und Kommunikation
    • Betriebliches Kostenwesen und Controlling
    • Planung, Steuerung und Kommunikationssysteme
    • Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
    • Qualitätsmanagement
  • Führung und Personal
    • Personalführung
    • Personalentwicklung
Geprüfter Fachwirt für Güterverkehr und Logistik / Geprüfte Fachwirtin für Güterverkehr und Logistik

Arbeitsgebiet und Aufgaben

Geprüfte Fachwirte für Güterverkehr und Logistik/Geprüfte Fachwirtinnen für Güterverkehr und Logistik sind befähigt, in Güterverkehr und Logistik eigenständig und verantwortlich in den verschiedenen Bereichen des Güterverkehrs und der Logistik Organisationseinheiten zu führen, die Leistungserstellung unter Einbeziehung interner und externer Partner zu planen und zu steuern, deren Wirtschaftlichkeit und Qualität zu bewerten sowie marktgerechte und kundenspezifische Dienstleistungen zu entwickeln. Sie berücksichtigen dabei die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und das internationale Umfeld.

Voraussetzungen

Zur Prüfung zum Geprüften Fachwirt für Güterverkehr und Logistik/zur Geprüften Fachwirtin für Güterverkehr und Logistik wird zugelassen, wer

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen Ausbildungsberuf für den Bereich Güterverkehr und Logistik und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis

    oder

  • eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten dreijährigen kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis

    oder

  • eine mindestens fünfjährige Berufspraxis

nachweist.

Die Berufspraxis muss inhaltlich wesentliche Bezüge zu den genannten Aufgaben haben.

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden auch Bildungsmaßnahmen angeboten, deren Dauer sich an den differenzierten Funktions- und Führungsaufgaben orientiert. Der DIHK-Rahmenplan mit Lernzielen sieht eine Gesamtdauer von 630 Unterrichtsstunden vor.

Nachweis der Qualifikation

Die unten beschriebenen Qualifikationen hat der Geprüfte Fachwirt für Güterverkehr und Logistik/die Geprüfte Fachwirtin für Güterverkehr und Logistik aufgrund der Rechtsverordnung des Bundes vom 13.02.2013 (BGBl. I S. 236) in einer IHK-Prüfung nachgewiesen. Über das Bestehen der Prüfung wurde ein Zeugnis ausgestellt.

Berufliche Qualifikation

Geprüfte Fachwirte für Güterverkehr und Logistik/Geprüfte Fachwirtinnen für Güterverkehr und Logistik verfügen über mehrjährige Berufserfahrung, die sie in der Regel durch eine einschlägige Berufsausbildung und weitere berufliche Praxis erworben haben. Zur Wahrnehmung ihrer beschriebenen Aufgaben verfügen sie über folgende Qualifikationen:

Grundlegende Qualifikationen

  • Entwickeln und Vermarkten von Güterverkehrs- und Logistikdienstleistungen
  • Erstellen von Güterverkehr- und Logistikdienstleistungen
  • Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit
Geprüfter Logistikmeister / Geprüfte Logistikmeisterin

Arbeitsgebiet und Aufgaben

Geprüfte Logistikmeister/Geprüfte Logistikmeisterinnen planen, steuern und überwachen logistische Aufgaben rund um die Lagerung, den Versand und den Transport von Gütern. Dabei gewähren sie die Einsatzfähigkeit von technischen Ressourcen sowie den bedarfsgerechten Einsatz von Eigen- und Fremdpersonal.

Voraussetzungen

Zur Prüfung im Prüfungsteil „Grundlegende Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  1. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf aus dem Bereich der Logistik

    oder

  2. eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem sonstigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens einjährige Berufspraxis

    oder

  3. eine mindestens vierjährige Berufspraxis.

Zur Prüfung im Prüfungsteil „Handlungsspezifische Qualifikationen“ ist zuzulassen, wer Folgendes nachweist:

  • das Ablegen des Prüfungsteils „Grundlegende Qualifikationen“, das nicht länger als fünf Jahre zurückliegt,

    und

  • mindestens ein weiteres Jahr Berufspraxis.

Der Nachweis über die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation ist vorzulegen.

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Prüfung werden auch Bildungsmaßnahmen angeboten, deren Dauer sich an den differenzierten Funktions- und Führungsaufgaben orientiert. Der DIHK-Rahmenplan mit Lernzielen sieht eine Gesamtdauer von 1 060 Unterrichtsstunden vor.

Nachweis der Qualifikation

Die unten beschriebenen Qualifikationen hat der Geprüfte Logistikmeister/die Geprüfte Logistikmeisterin aufgrund der Rechtsverordnung des Bundes vom 25. Januar 2010 (BGBl. I S. 26), geändert am 22. April 2013 (BGBl. I S. 942), in einer IHK-Prüfung nachgewiesen. Über das Bestehen der Prüfung wurde ein Zeugnis ausgestellt.

Berufliche Qualifikation

Grundlegende Qualifikationen

  • Rechtsbewusstes Handeln
  • Betriebswirtschaftliches Handeln
  • Anwenden von Methoden der Information, Kommunikation und Planung
  • Zusammenarbeit im Betrieb
  • Berücksichtigen naturwissenschaftlicher und technischer Gesetzmäßigkeiten

Handlungsspezifische Qualifikationen

  • Logistikprozesse
    • Logistikkonzepte
    • Leistungserstellung
    • Prozesssteuerung und -optimierung
  • Betriebliche Organisation und Kostenwesen
    • Betriebliches Kostenwesen und Logistikcontrolling
    • Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz
    • Qualitätsmanagement
  • Führung und Personal
    • Personalführung
    • Personalentwicklung