Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

Pressearchiv 2009

16.10.2009
Standzeiten von Lkw beim Be- und Entladen nach wie vor Sorgenkind.

BGL: Hier werden jedes Jahr Millionen vergeudet!

BGL, Berlin, 16.10.2009: Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. aus Frankfurt am Main weist anlässlich seiner Jahreshauptversammlung in Berlin darauf hin, dass es einen bislang noch unentdeckten Schatz zu heben gilt! Und dazu braucht man nicht einmal mit dem Metalldetektor in Wald und Feld umherzuziehen – das Geld liegt quasi vor der Haustür, oder besser gesagt: vor den Rampentoren. Zwar lässt sich im Logistikalltag nicht jede Standzeit beim Be- oder Entladen vermeiden. Jedoch könnten durch eine optimierte Prozessplanung und besser abgestimmte Organisationsabläufe Tag für Tag tausende von Lkw deutlich zügiger abgefertigt und damit unproduktive Standzeiten in erheblichen Größenordnungen vermieden werden.

Der BGL steht hier z. B. über seine Logistik-Arbeitskreise im Dialog mit Verbänden und Unternehmen der verladenden Wirtschaft, um zu Effizienzverbesserungen zu gelangen, die beiden Seiten Nutzen stiften. Denn auch wenn die Kosten für Standzeiten oft nicht direkt in Rechnung gestellt werden, müssen sie ab einem gewissen Grad eingepreist werden und belasten so indirekt die Auftraggeberseite.

Als besonders vielversprechende Maßnahmen sind hier zu nennen: Die Ausdehnung der Be- und Entladezeiten bei den Kunden der Transportlogistikunternehmen z. B. auf den Freitagnachmittag. In vielen Handels- und Industriebetrieben besteht nämlich – rampenmäßig betrachtet – die 4½-Tage Woche. Insofern greifen auch Konzepte zur zeitlichen Flexibilisierung der Lkw-Maut ins Leere. Denn je kürzer die wöchentlichen „Rampenöffnungszeiten“, desto fester sind die Lkw-Fahrer an bestimmte Zeiträume, zu denen sie sich im Berufsverkehr auf den Autobahnen bewegen müssen, gebunden. Auch in der Kommunikation zwischen Fahrern und Ladeleitstand, um auf unvorhersehbare Engpässe reagieren zu können, sowie beim reibungslosen Palettentausch ohne Wartezeiten liegen noch erhebliche Verbesserungspotenziale.

Ergänzende Informationen hierzu finden Sie im neuen BGL-Jahresbericht auf Seite 155 bis 160.

Ihre Ansprechpartnerin ist Miriam Schwarze: Tel. 069/7919-295; presse@bgl-ev.de

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