Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

Pressearchiv 2009

10.06.2009
Bemessung des Kurzarbeitergeldes im Bereich Transport und Logistik

Praxisgerechte Regelung erreicht

BGL, Frankfurt am Main, 10.06.2009: Die Bemessungsgrundlage für das Kurzarbeitergeld entsprach bisher nicht der Arbeits- und Entgeltpraxis im Bereich Güterkraftverkehr und Logistik. Hier werden im Einvernehmen von Arbeitnehmer und Arbeitgeber regelmäßig wesentlich höhere Arbeitszeiten mit Entgeltanspruch geleistet als arbeits- oder tarifvertraglich vereinbart. Diese regelmäßige Mehrarbeit blieb bisher bei der Zahlung von Kurzarbeitergeld unberücksichtigt, so dass aufgrund der unterschiedlichen Bemessungsgrundlage für Arbeitnehmer nur die Arbeitslosigkeit anstelle der Erhaltung des Arbeitsplatzes unter Zahlung von Kurzarbeitergeld eine Maßnahme zur Sicherung des Lebensunterhalts darstellte. Hier wurde nunmehr eine praxisgerechte Lösung gefunden.

Die jetzt gefundene Kompromisslösung, bei der sich die Basis des Kurzarbeitergeldes nach dem durchschnittlichen Entgeltanspruch des Arbeitnehmers der letzten drei Monate vor dem individuellen Beginn der Kurzarbeit richtet, ist nach Ansicht des BGL eine notwendige und auch überfällige Anpassung der Kurzarbeiterentgeltregelung an die Bedingungen des Transportsektors. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, um in der vom Ende her noch nicht absehbaren Weltwirtschaftskrise so lange wie möglich die Arbeitsplätze des qualifizierten Stammpersonals zu halten. Klein- und mittelständisch strukturierte Betriebe im Speditions- und Transportgewerbe sind auf diese Anpassung dringend angewiesen, äußerte sich dazu der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL), Prof. Dr. Karlheinz Schmidt.

Ihr Ansprechpartner ist Frank-Peter Gentze unter Tel. 069/7919-281.

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