Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

Pressearchiv 2007

12.12.2007
Lkw-Blockaden in Italien: BGL bittet Außenminister Steinmeier, die körperliche Unversehrtheit deutscher Lkw-Fahrer zu gewährleisten

BGL, Frankfurt am Main, 12.12.2007 – Kurzfassung: Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. erbittet angesichts der gewalttätigen Zustände bei den Lkw-Blockaden in Italien vom deutschen Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier entsprechende Schritte, um deutsche Fahrer und deutsches Eigentum zu schützen. Nach Intervention des BGL hat der deutsche Botschafter in Rom bei der italienischen Regierung Protest gegen die Festsetzung deutscher Fahrzeuge und Übergriffe auf deutsche Fahrer eingelegt.

Langfassung: Chaotische Zustände herrschen momentan in ganz Italien. Durch die seit Montag andauernden Lkw-Blockaden ist an den meisten Tankstellen der Treibstoff ausverkauft. Die wenigen Tanklaster, die noch zu den Tankstellen durchzukommen versuchen, schaffen dies nur mit Polizeieskorte. Das Ganze hat aber nichts mehr mit buntem südländischem Treiben zu tun – im Gegenteil: Es geht rabiat zur Sache. Mehrere hundert deutsche Lkw werden in den Blockaden in einer Art „Geiselhaft“ festgehalten, zum Teil mit zerstochenen Reifen. Andere Lkw, die sich nicht an den landesweiten Streiks beteiligen, werden von Brücken aus mit Steinen und an Seilen hängenden Kanaldeckeln attackiert.

„Der Ablauf der Streikaktionen ist eine Schande für die zivilisatorische Wertegemeinschaft der EU und menschenverachtend“, so der 11.000 deutsche Transportlogistikunternehmen vertretende Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. in einem Schreiben an Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier. Der Minister wird darin weiter gebeten, alle notwendigen Schritte zu ergreifen, um „die körperliche Unversehrtheit unserer Fahrer zu schützen und für die humanitäre Hilfe der Betroffenen zu sorgen.“ Außerdem sei eine schnellstmögliche Wiederherstellung von Recht und Sicherheit von der italienischen Regierung einzufordern. Nach Intervention des BGL hat der deutsche Botschafter in Rom bei der italienischen Regierung Protest gegen die Festsetzung deutscher Fahrzeuge und Übergriffe auf deutsche Fahrer eingelegt. Zwar hat die italienische Regierung nach BGL-Informationen zwischenzeitlich bereits Sanktionen gegen blockierende Fahrer und Unternehmen angeordnet, eine sichtbare Wirkung zeitigten diese bisher jedoch noch nicht, stellt der BGL abschließend fest.

Ihr Ansprechpartner ist: Martin Bulheller, Tel. 069/7919-277

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