Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

Pressearchiv 2004

12.05.2004
Explosion der Dieselkraftstoffpreise kann vom Transportgewerbe nicht allein getragen werden

BGL. Frankfurt/M. – Nicht nur der Benzin-, auch der Dieselpreis erreicht immer neue Spitzenwerte. Grund dafür: Die gestiegene Rohölnachfrage in den USA und China sowie die nach wie vor unsichere Lage im Irak. Zudem haben die OPEC-Staaten beschlossen, die Ölförderung zu drosseln.

Die massive Dieselpreiserhöhung trifft deutsche Transportunternehmer doppelt hart. Durch die wiederholt verschobene Mauteinführung konnten nur wenige Transportunternehmen in den letzten zwei Jahren eine kostenbedingte Anpassung der Beförderungsentgelte erreichen. Die notwendigen Anpassungen wurden von den Auftraggebern - dies stellt auch das Bundesamt für Güterverkehr in seinen Marktbeobachtungsberichten fest - häufig auf einen Zeitpunkt kurz vor der Mauteinführung verschoben. Durch den Anstieg der Kraftstoffkosten von mehr als 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren verschlechtert sich die Kosten-Erlös-Situation vieler Transportunternehmen dramatisch.

„Kaum ein Unternehmen kann die aktuellen Kraftstoffkostenerhöhungen angesichts der großen Bedeutung dieses Kostenfaktors für die Gesamtkosten – über 20 % der Betriebskosten entfallen auf den Kraftstoffbereich – selbst schultern. Ohne Einbeziehung der „Kostenexplosion“ in die Kalkulation der Beförderungspreise steht die Existenz der mittelständischen Unternehmen und der dort vorhandenen Arbeitsplätze auf dem Spiel“ mahnt der Präsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V., Hermann Grewer.

Frankfurt am Main, den 12. Mai 2004

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