Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V.

Pressearchiv 2000

30.03.2000
Wiedereinführung des document de suivi im grenzüberschreitenden Verkehr von und nach Frankreich

BGL protestiert bei der Europäischen Kommission

BGL. Frankfurt/M. - Mit Schreiben vom 10. März 2000 hat das französische Verkehrsministerium die Präfekturen angewiesen, ein vom Verlader zu unterzeichnendes sogenanntes document de suivi auch im grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr von und nach Frankreich zu verlangen. Im Fall von deutlichen Überschreitungen der Geschwindigkeiten, der Lenkzeiten sowie der Unterschreitung der Ruhezeiten wird bei Nichtvorliegen des document de suivi das Fahrzeug stillgelegt.

Im grenzüberschreitenden Verkehr ist nach Auffassung des BGL allein der CMR-Frachtbrief vorgesehen. Nach den Grundsätzen der Gemeinsamen Verkehrspolitik für den innergemeinschaftlichen grenzüberschreitenden Verkehr ist für eine nationale Sonderregelung über ein Zusatzdokument neben dem CMR-Frachtbrief keinerlei Raum. Im übrigen stellt das document de suivi ein Handelshemmnis dar und steht auch insoweit mit dem Recht der Europäischen Gemeinschaft nicht im Einklang. Der BGL zeigt sich erstaunt, dass die französische Regierung dieses Dokument für den CMR-Verkehr wieder einführt, nachdem es im Jahr 1998 nach Gesprächen der französischen Regierung mit der Europäischen Kommission zurückgezogen wurde. Der BGL hat die Kommission aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf die französische Regierung einzuwirken mit dem Ziel, dass im grenzüberschreitenden Verkehr mit Frankreich allein der CMR-Frachtbrief verlangt wird.


Frankfurt am Main, den 30. März 2000

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